Integration

Zwischen Progressivität und Akzeptanz

Integration zeigt sich in diesen Wochen als eines der Themen, das die Gesellschaft am meisten bewegt. Sachsen unternimmt derzeit zwei Schritte, eine womöglich progressive Richtung einzuschlagen.
v.l.n.r.: Diana Hilldebrand, Petra Köpping, Frank-Peter Wieth, Dr. Stefanie Dreiack
Diana Hilldebrand, Petra Köpping, Frank-Peter Wieth, Dr. Stefanie Dreiack

Sachsens Integrationsministerin, Petra Köpping, war heute in Leipzigs Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an Sachsens 14 Universitäten und Hochschulen, eines von vielen Programmen für mehr Gleichheit.
Die Koordinierungsstelle hat seit Anfang April 2018, eine neue Personalstruktur und ist in die beiden Bereiche Gender, Diversität und Inklusion unterteilt. Die Stelle hat zur Aufgabe Sachsens Hochschulen und Universitäten inklusiver zu gestalten.

Zudem bildet die neue Personalstruktur unsere Tätigkeit transparenter ab.

Diana Hillebrand

Idealerweise sollen die neuen Bereiche gleichberechtigt sein und die Vielseitigkeit der Thematik gerecht werden. So geht es den beiden Leiterinnen zum Beispiel im Inklusionsbereich darum, Universitäten dabei unter die Arme zu greifen einen „Aktionsplan Integration“ zu gestalten, als auch eigene Zielvorstellungen und Projekte umzusetzen. Konkret heißt das, Studierenden an Universitäten sowie Hochschulgruppen finanziell oder organisatorisch zu unterstützen.

Neuer Schwerpunkt ist individuelle Studierende, als auch Hochschulgruppen in das Ziel einer inklusiven Hochschule stärker einzubeziehen.

Dr. Stefanie Dreiack

Hier geht es vor allem darum, die Frage zu klären, welche Bedürfnisse Studierende besonders an den großen Universitäten wie Leipzig und Dresden haben, als auch diese sichtbarer zu machen.

Integration bedeutet Praxis und Begegnung. 

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

Dennoch ist laut Integrationsministerin besonders die Universität Leipzig in vielen Bereichen sehr progressiv. Für die Zukunft sollte sich die Hochschule vornehmen von den positiven Entwicklungen zu lernen und gerade mit ländlichen Regionen noch mehr Berührungspunkte und Kontakt zu suchen.

Integration für alle

Erst am 1. Juli 1958 trat das "Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts" in Kraft. Seitdem gab es viel Bewegung. So bereitet Sachsens Integrationsministerin derzeit ein modernes Gesetz für Gleichberechtigung vor. Dieses soll weitergehen als das bisherige Frauenförderungsgesetz, da hier Menschen, die in irgendeiner Form Benachteiligung erfahren, dort mit einbegriffen werden.
Frauen, so die Ministerin, sind immer noch die, die am meisten Benachteiligung erfahren. Sie werden nach wie vor beim Einstieg in das Berufsleben nach einer Schwangerschaft und in der Lohngleichheit stark benachteiligt. Das neue Gesetz könnte hierfür ein Weg sein, dem zu begegnen. Wandel kann aber nicht durch Recht allein vollzogen werden.

Nur gesellschaftliche Akzeptanz führt dazu, dass Gesetze tatsächlich umgesetzt werden, dass wir gegen Diskriminierung arbeiten können.

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

 

Den Beitrag finden Sie hier zum Nachhören:

Ein Beitrag von Max Marius Pyl
Zwischen Progressivität und Akzeptanz - ein Beitrag über Integration
 

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Leon Holger Switala
02.08.2018 - 19:22