Kita-Plätze in Leipzig

Zwischen Planung und Wirklichkeit

An der Lehde 12 und 14 wurden zwei Kitas wiedereröffnet, aber noch hinkt die Stadt Leipzig beim Betreuungsangebot hinterher. Viele neue Kitas befinden sich im Bau.
Kita im Stadtbezirk Lindenau
Lieber neue KiTa-Plätze schaffen oder bestehende Spielplätze erhalten?

Mit fast sieben Monaten Verspätung ist es endlich so weit: Die Kitas an der Lehde 12 und 14 wurden nach ihrer Sanierung wiedereröffnet. Ursprünglich hätte das im Dezember vergangenen Jahres passieren sollen. Jedoch hatten sich die Arbeiten an den ehemaligen DDR-Bauten verzögert. Zusammen finden hier 236 Kinder Platz. Ein paar der 300 Eltern, die derzeit in Leipzig einen Kitaplatz suchen, wird dies freuen. Trotzdem werden viele Eltern weiter auf einen Platz warten müssen.

Reporterin Charlotte Schulze berichtet über die Wiedereröffnung zweier Kitas in Lindenau und die Kita-Planungen der Stadt Leipzig:

"Zwischen Planung und Wirklichkeit" - Ein Beitrag von Charlotte Schulze
Zwischen Planung und Wirklichkeit

Kita-Bedarf steigt durch Zuzugsboom

Bis Jahresende sollen in Leipzig zehn weitere Kindertagesstätten mit insgesamt 359 Krippen- und 794 Kindergartenplätzen fertiggestellt werden. Weitere elf Kitas werden, laut Stadt, "möglicherweise" fertiggestellt - vielleicht aber erst 2016.

Fast 47.000 Kitaplätze werden zum Beginn des neuen Schuljahrs im August insgesamt benötigt. Die Stadt will bis Ende des Jahres sogar etwas mehr Plätze zur Verfügung stellen. Es ist die Reaktion auf den Kinderboom in Leipzig und die anhaltenden Zuzüge. Die Stadt muss die neuen Kitas bald eröffnen. Denn noch hinkt sie beim Betreuungsangebot hinterher.

Teure Verzögerungen

Weitere Verzögerungen könnten teuer werden: Im Februar dieses Jahres wurden drei Leipziger Elternpaare mit 15.000 Euro entschädigt, weil die Stadt nicht ausreichend Kitaplätze zur Verfügung gestellt hatte. Die Eltern mussten länger als geplant zuhause bleiben und konnten erst später wieder in den Beruf einsteigen. Deshalb hatte das Landgericht Leipzig die Stadt zur Zahlung verpflichtet.

 

Kommentieren

Simon Bernard
20.07.2015 - 19:18