Filmrezension

Zwischen Flüchen, Verderben und Rum

Captain Jack is back! Sechs Jahre mussten die Fans auf eine Fortsetzung warten, doch seit dieser Woche läuft „Pirates of the Caribbean 5“ endlich in den Kinos.
Johnny Depp in Pirates of the Caribbean 5
Captain Jack steckt mal wieder in Schwierigkeiten

Eines Nachts erscheint dem jungen Henry Turner der untote Captain Salazar. Der ist zusammen mit seiner Crew aus Geisterpiraten auf der Jagd nach Jack Sparrow.  Jack war einst der Grund dafür, dass Salazar mit seiner Besatzung in den Tod getrieben wurde.

Henry soll sich nun auf die Suche nach dem berühmten Piraten begeben. Das Problem ist nur, dass Jack Sparrow mal wieder hinter Gittern sitzt. Nach einem gescheiterten Raubzug soll er für seine Verbrechen hingerichtet werden. Dank Jacks Crew und Henrys Hilfe gelingt ihm gerade noch rechtzeitig die Flucht. Zusammen begeben sie sich auf eine gefährliche Reise. Jack muss den Fluch um Captain Salazar brechen. Nur so kann er dessen Rache entgehen.  Währenddessen sucht Henry nach einer Lösung, seinen Vater Will Turner zu befreien. Er ist dazu verdammt, auf ewig Kapitän der Flying Dutchman zu sein. Nur alle 10 Jahre darf er von Bord gehen.

In der Karibik nichts Neues

„Pirates of the Caribbean 5“ hat eine Vielzahl an Charakteren und Handlungssträngen. Dadurch wirkt der Film zwar sehr komplex, ist aber auch etwas überladen ausgefallen. Verschnaufpausen gibt es kaum. Die Logik geht dabei jedoch öfter verloren. Generell wirkt der fünfte Teil inhaltlich und visuell noch überzogener als seine Vorgänger. Diese Machart ist vielleicht auch auf die neuen Regisseure des Films zurückzuführen. Das zeigt sich auch beim Humor. Denn auf zweideutige Witze haben die bisherigen Filme eher verzichtet.

Trotzdem bringt Jack Sparrow das Publikum auch in diesem Teil wieder zum Lachen. Zum Beispiel, wenn er bei einem Banküberfall gleich das ganze Gebäude klaut. Und was darf dabei natürlich nicht fehlen? Der Rum. So ist Jack auch in diesem Teil genauso verwirrt, wie man ihn kennt. 

Inhaltlich knüpft der Film vor allem an die ersten drei Teile an. Fans können sich auf viele alte Bekannte wie Captain Barbossa oder auch William Turner freuen. Denen wird nun sogar noch mehr Tiefe verliehen als bisher. Das gilt auch für Jack: Zum ersten Mal kann ihn der Zuschauer als Pirat in seinen jungen Jahren erleben.

Fazit

Erzählerisch hat „Pirates of the Caribbean 5“ mit seiner überdrehten Geschichte zweifellos Schwachstellen. Alle Fluch-der-Karibik-Fans werden aber mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen. Mit seinen liebenswerten Charakteren und jeder Menge rasanter Action ist Teil 5 ein unterhaltsames Kinoerlebnis. Da gerät der eher schwache vierte Teil zum Glück schnell in Vergessenheit.  

 

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Linus-Benedikt Zosel
15.06.2017 - 10:58