StartUp-Unternehmen "flyt.club"

Zwischen Bürokratie und Höhenflügen

Zalando, Facebook, Sport1 – alles erfolgreiche StartUp-Unternehmen, die auch einmal klein angefangen haben. In Leipzig starten gerade zwei Jungunternehmer mit ihrer Mitflugbörse in die Selbstständigkeit. Wie funktioniert eigentlich ein StartUp?
Für ein StartUp braucht man mehr, als eine gute Idee

Wenn Peter Nürnberger und Kim-Julian Becker zur Arbeit gehen, dauert das keine Minute. Die beiden 26-jährigen haben ihr Büro in der eigenen Wohnung. Ein großer Schreibtisch mit zwei MacBooks darauf, eine schwarze Tafel zum Notieren von Gedanken an der Wand, ein Sofa gegenüber in der Ecke im vierten Stock eine Plagwitzer Altbauwohnung - das ist das Unternehmen "flyt.club" derzeit. Die Website funktioniert nach dem Prinzip "Biete Flug, suche Mitflieger". Private Piloten stellen ihre Flüge mit Datum und Route ins Internet. Interessierte können Flüge reservieren, bezahlen und mitfliegen.

 

Bachelor abgeschlossen, Beruf begonnen

Aus der Uni heraus haben die beiden 26-jährigen das Start-up-Unternehmen gegründet. Da sie von überall aus arbeiten können und nicht in ihrer Uni-Stadt Trier bleiben wollten, gründeten sie "flyt.club" in Leipzig. Die Stadt habe ihnen gefallen und die Mieten seien erschwinglich.

Redakteurin Christine Warnecke über die Gründung von "flyt.club"
Redakteurin Christine Warnecke über die Gründung von "flyt.club"

Anpassen an den Markt

Sören Frost, Gründer von "Gründernest"

Unterstützung bekamen Nürnberger und Becker hier von "Gründernest", einem Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Start-up-Unternehmer zu fördern: Sie machen Marktanalysen und helfen bei Rechtsfragen und Kontakten. Wichtig ist dabei laut Sören Frost, dem Gründer von "Gründernest", dass das neue Unternehmen für ein konkretes Problem eine Lösung anbietet.

Im Fall von "flyt.club" war das die Lücke zwischen einer für Laien unverständlichen Webseite und interessierten Mitfliegern. Ein spezifisches Problem, dass eine individuelle Lösung gebraucht hat. Diese Spezifität ist es, die das Thema Start-up auch so schwierig macht, zu definieren: Jeder Fall ist anders, es gibt keine universale Lösung, erklärt Sören Frost.

 

Wie gründet man ein Unternehmen und welche Risiken und Förderungsmöglichkeiten gibt es? "Gründernest"-Gründer Sören Frost beantwortet Fragen zum Thema Start-up:

Interview mit Sören Frost vom "Gründernest"
Interview mit Sören Frost vom Gründernest

 

Keine Sicherheit auf Erfolg gewährleistet

Die wenigsten haben schon die Mittel, ein Unternehmen selbst zu gründen. Doch es gibt zahlreiche Fördermöglichkeiten, sagt Sören Frost. Trotzdem bleibe jedes Start-up erst mal ein riskantes Geschäft, Sicherheiten gebe es keine.

Peter Nürnberger und Kim-Julian Becker haben ein "exist-Stipendium" des Bundeswirtschaftsministeriums bekommen, dass sie für ein Jahr finanziell absichert. Jetzt geht es darum, die Website auszubauen und so zu entwickeln, dass sie sich bald selbst trägt.

 

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Christine Warnecke
17.08.2015 - 10:51