Abschiebung

Zurück nach Afghanistan?

Dienstag Morgen sollten Geflüchtete vom Flughafen Leipzig/Halle nach Afghanistan abgeschoben werden. Deshalb rief das Bündnis Zendegi zum Protest gegen diese Maßnahme auf.
Flughafen Leipzig
Hier sollen Dienstag Abend Geflüchtete nach Afghanistan abgeschoben werden.

Dass Protestnetzwerk "Zendegi" lief am Dienstag über Flughafengelände mit Protestrufen und Redebeiträgen um den geplanten Abschiebungen entgegen zu wirken. Doch die Abschiebung ist nach wie vor geplant obwohl aktuell die Abschiebung noch fraglich sei, da noch kein Flugzeug der italienischen Fluglinie "Meridiana", die für Abschiebungen zuständig ist, am Flughafen gelandet ist. Zurzeit seien alle Maschinen unterwegs. Das sei jedoch kein Hindernis, da die meisten Abschiebungen nachts passieren, da die Flugzeit nur knapp drei Stunden beträgt.

Sicheres Herkunftsland?

Afghanistan gilt als sicheres Herkunftsland, was immer wieder kritisiert wird. Zu der geplanten Abschiebung, wollte sich das Bundesinnenministerium nicht äußern. Jedoch habe Markus Ulbig, der Chef der Innenministerkonferenz, zuletzt die Abschiebungen verteidigt, da es bestimmte Regionen gebe, die sicher seien. Juliane Nagel von den Linken sieht das anders:

Die Sicherheitslage ist im gesamten Land prekär. Auch der hohe Flüchtlingskommissar der UN sagt ganz klar – im Gegensatz zur Bundesregierung -, dass es keine sicheren Regionen in Afghanistan gibt.

Hinzu kommt, dass die europäische Luftfahrtbehörde den Flughafen in Kabul als gefährdet eingestuft hat, da durch mögliche Raketeneinschläge Start und Landungen nicht sicher seien.

Mit mehr Informationen Redakteur Steffen Voigt:

mephisto 97.6 Redakteur Steffen Voigt im Gespräch mit Moderator Paul Materne
2410 SG Abschiebung
 

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