Frisch gepresst: Parcels

Zurück in die 70er?

Spätestens seit ihrer Kollaboration mit DaftPunk im Sommer 2017 ist die Funk-Band Parcels kein Geheimtipp mehr. Vor vier Jahren fanden sich die fünf Australier zusammen, jetzt ist ihr Debütalbum "Parcels" erschienen.
Parcels Presse
"Parcels" ist das Debütalbum der fünf Australier.

Noch vor einiger Zeit, kurz nachdem die Band ihre Heimat verließ und ihr Glück im bunten Berlin suchte, schliefen sie zu dritt in einem Bett, auf der Suche nach dem großen Durchbruch. Doch der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, schon bald spielten die fünf Musiker Festivals wie die Fusion und das Hurricane. Mittlerweile sind Parcels keine Newcomer mehr – und doch noch auf dem Weg an die Spitze.

70er mit modernen Einflüssen

Nun ist das langersehnte Debütalbum erschienen, das sich perfekt zwischen die letzten Sommerstrahlen des Oktobers schiebt. Der leichtfüßige Indie Pop überzeugt und lässt sich doch nicht so richtig einordnen. Irgendwo zwischen Funk, Pop und Elektro kann man Parcels finden. Mitgrooven geht immer – das lässt sich meistens auch gar nicht vermeiden.

Die beiden Singles „Tieduprightnow“ und „Lightenup“, die bereits im Voraus erschienen sind, zeigen, wie gut die Stimmung der 70er auch heute noch funktioniert, ganz ohne alt und verbraucht zu klingen.

 

Die Texte der zwölf Songs sind meist nicht mehr als einige Zeilen lang und transportieren doch eine Stimmung zwischen grooviger Melancholie und harmonischem Feelgood.

Der achtminütige Song „Everyroad“ zeigt nicht nur, dass Parcels ohne viel Text Atmosphäre erzeugen, sondern auch, dass sie einfach zwischen Synthezisern, Gitarrenklängen und Spoken-Word springen können. Und all das, ohne den Hörer nach einigen Minuten zu verlieren.

All of the ghosts, people you love, 
even your friends don't want to know,
but you can depend on every note
over the end of every road.

Parcels im Song "Everyroad"

Von allem ein bisschen

Das Debütalbum ließ so lange auf sich warten, weil es ein weiterer Meilenstein für die australischen Musiker war. Die musikalischen Vorbilder aller Bandmitglieder sollten vereint werden. Von Folk bis Metal war alles dabei, bevor es dann zusammen als Parcels nach Berlin ging. 

 

Fazit

Parcels haben mit „Parcels“ so einiges richtig gemacht. Die Musiker haben ihre Nische gefunden und leiten uns harmonisch durch ihre Welt. Das war auch der Plan, das Debütalbum ist nicht umsonst selbstbetitelt.

This album is like our entire musical story up to this point, it's like we've been driving here for the last nine years without knowing what we were aiming for, it truly feels inseparable from the people that we've become.

Parcels

 

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Celine Schmock
15.10.2018 - 10:03
  Kultur

Parcels: Parcels

Tracklist:

1. Comedown

2. Lightenup

3. Withorwithout

4. Tape

5. Everyroad

6. Yourfault

7. Closetowhy

8. IknowhowIfeel

9. Exotica

10. Tieduprightnow

11. Bemyself

12. Credits (feat. Dean Dawson)

Erscheinungsdatum: 12.10.2018
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