Neues Institut für Uni-Klinik

Zentrum zur Erforschung des Fettgewebes

Die Helmholtz-Gemeinschaft gründet gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und dem Universitätsklinikum ein neues Institut für Metabolismus, Adipositas und Gefäßforschung.
Uniklinikum Leipzig
Uniklinik bekommt neues Institut

In Leipzig wird ein neues Institut entstehen, welches von der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert wird. Dies hat der Senat der Gemeinschaft entschieden. Forschungsschwerpunkte werden Metabolismus (Stoffwechsel), Adipositas (Fettleibigkeit) und Gefäßforschung sein. So werde zukünftig die Biologie des Fettgewebes besser verstanden werden, wie es aus der Pressemitteilung der Helmholtz-Gemeinschaft hervorgeht. Wichtige Bereiche sind hier Botenstoffe des Fettgewebes, die zum Beispiel für das Hunger- beziehungsweise Sättigungsgefühl verantwortlich sind. Außerdem werde man sich intensiver mit interdisziplinärer Stoffwechselforschung und den Gefäßen befassen, die in Folge von Übergewicht verengt sind. Solche Verengungen können bekanntlich Herzinfarkte oder Schlaganfälle verursachen.

Dadurch wird das Universitätsklinikum weiter ausgebaut und insbesondere der hiesige Forschungsschwerpunkt der Adipositas-Erkrankungen gestärkt. Das Universitätsklinikum Leipzig spielte auch bisher schon eine Vorreiterrolle in der Adipositas-Forschung in Deutschland.

Politik und Hochschulleitung gratulieren

Die Entscheidung für das neue Institut stieß dabei auf positive Reaktionen. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) gratulierte allen Kooperationspartnern und Beteiligten:

Mit dem neuen Institut besteht die große Chance, auf einem wissenschaftlich bedeutsamen und gesellschaftlich hochrelevanten Gebiet der medizinischen Forschung in eine internationale Spitzenposition zu kommen.

 

Eva-Maria Stange in einer Pressemitteilung

Auch die Rektorin der Universität Prof. Dr. Beate Schücking begrüßte die Entscheidung. "Für unsere Spitzenforschung in den Lebenswissenschaften in der Medizinischen Fakultät, aber auch in anderen Fakultäten, bedeutet das neue Institut einen gewaltigen Schub", so Schücking.

Finanzierung ist gesichert

Das Land lässt sich den neuen Forschungsstandort einiges kosten. Als Anschubfinanzierung für Betrieb und Investitionen wird der Freistaat Sachsen in den Jahren 2017 bis 2020 finanzielle Mittel bis zu 10,4 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Ab 2021 setzt sich die Finanzierung zu zehn Prozent aus Mitteln des Landes und zu 90 Prozent aus Mitteln der Helmholtz-Gemeinschaft zusammen. Diese wird wiederum zum Großteil aus öffentlicher Hand finanziert.

Wer ist die Helmholtz-Gemeinschaft?

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist nach eigenen Angaben die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands und forscht unter anderem auf den Gebieten Energie, Umwelt und Gesundheit. Als Ziel hat sie sich gesetzt, langfristige Forschungsziele des Staates und der Gesellschaft zu verfolgen und die Lebensgrundlagen des Menschen zu erhalten und zu verbessern. Die Kooperation mit der Universität Leipzig wird Universitätsklinik und Medizinische Fakultät als renommierte, innovative Forschungsstandorte stärken und ausbauen.

Moderatorin Eva Wittekind im Gespräch mit Redakteur Markus Mertens über die Einzelheiten:

mephisto 97.6 Redakteur Markus Mertens im Gespräch mit Moderatorin Eva Wittekind
 
 

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