Antirassismus

In Zeiten der Unruhe...

In Zeiten des Wutbürgers und der AfD sind Veranstaltungen wie die „Internationale Wochen gegen Rassismus“ mehr als nur lehrreiches Kulturprogramm. Sie setzen Signale gegen Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung.
Internationale Wochen gegen Rassismus
Gegen Rassismus, für Toleranz – Internationale Wochen gegen Rassismus in Leipzig

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden vom 13. März bis 26. März zum 14. Mal in Leipzig statt. Die rund 60 Veranstaltungen werden von verschiedenen Vereinen, kulturellen Einrichtungen und soziokulturellen Zentren organisiert. Angeboten werden Workshops, Vorträge und Podiumsgespräche, es werden Filme gezeigt und man kann Ausstellungen besuchen. Der Fokus liegt auf Themen wie Vorurteile, Klischees, Fremdsein und Heimischwerden. Außerdem werden die Erfahrungen von  Rassismus in verschiedenen Lebensbereichen beleuchtet sowie Fragen zu Integration und Asyl diskutiert. Das Programm bindet bei der Organisation auch Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund ein, so entsteht die Möglichkeit der Begegnung und des direkten Austauschs.

Die zahlreichen Veranstalter bieten eine breite Palette an Möglichkeiten an, dem Thema Rassismus zu begegnen. Dazu gehören Teilaspekte wie Rassismus im Bildungssystem oder im Gerichtssaal ebenso wie seine Überwindung beispielsweise durch Kolonialismuskritik oder durch die Kunst.

Referat für Migration und Integration

Austausch und Vernetzung

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus sind eine Möglichkeit, eine Plattform zu schaffen, auf der man sich austauschen und vernetzen kann. Wichtiger aber ist den Veranstaltern, Impulse und Denkanstöße zu geben, die bis in den Alltag der Besucher und Besucherinnen wirken. Die Veranstaltungen finden überall in Leipzig verteilt statt, so gibt es die Möglichkeit den Aktionen und Menschen in direkter Nachbarschaft zu begegnen.

"Ich bin kein Etikett"

Die Auftaktveranstaltung zur Austsellung Ich bin kein Etikett, die heute im Grünen Raum am Kanal stattfindet, thematisiert, wie Menschen durch Vorurteile eine Etikettierung erfahren, die ein bestimmtes Merkmal hervorhebt und die Personalität und Individualität in den Hintergrund rücken lässt. Dabei geht es nicht nur um Rassismus, sondern auch um Islamfeindlichkeit, Antisemitismus und Homophobie.

Die Ausstellung soll zeigen, welche Menschen dahinter stehen, die diese Zuschreibungen bekommen. Vor allem soll gezeigt werden, dass es anders geht, dass man Handlungsempfehlungen bekommen kann, wie man sich auch immer wieder selbst hinterfragt, um Vorurteile abzubauen.

Claudia Maicher, Veranstalterin

Wir alle haben Vorurteile, die wir vom Aussehen oder Verhalten eines Menschen ableiten. Das bestreitet auch die Veranstalterin, Claudia Maicher nicht. Ziel sei es, durch das Hinterfragen von Vorurteilen, Barrieren im Kopf abzubauen und Handlungsmöglichkeiten anzubieten, die uns toleranter machen. Die Ausstellung soll dazu ermutigen, Alltagsrassismus und Diskriminierung  abzulehnen und souverän mit Grenzüberschreitungen umzugehen. Denn unser Einfluss auf Toleranzbildung im Alltag ist größer, als wir denken.

 

Kommentieren

Mehr Informationen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus finden sie hier:

http://internationale-wochen-gegen-rassismus.de

/http://internationale-wochen-gegen-rassismus.de/events/