Olympia 2014

Zeichen setzen gegen Putin

Wohl noch nie wurde im Voraus zu Olympia so viel diskutiert wie über Sotschi. Im Fokus stehen Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden. Deswegen wird die Grünen-Fraktion im Bundestag nicht nach Sotschi fahren.
Ohne Aussicht auf politische Gespräche in Sotschi: Monika Lazar bleibt da lieber zu Hause.

Eine von ihnen ist Monika Lazar. Die Leipziger Politikerin sitzt für die Grünen im Sportausschuss des Bundestags. Mit ihrem Protest findet sie sich in prominenter Gesellschaft wieder. Neben Bundespräsident Gauck und Kanzerlin Merkel wird auch der französische Staatspräsident Hollande Olympia fern bleiben.

Die olympischen Spiele in Sotschi sind die teuersten aller Zeiten. Mit 37 Milliarden Euro sind sie mehr als doppelt so teuer wie die in London. Experten schätzen, dass 30 bis 40 Prozent der Kosten durch Korruption entstanden sind.

Doch das ist nur ein Aspekt der Kritik. Für Monika Lazars Entscheidung war vor allem ein anderer entscheidend: Die anhaltenden Repressalien gegen Menschenrechte und insbesondere die von Homosexuellen. „Wer jetzt nach Sotschi fährt“, heißt es in einer Mitteilung der Grünen, „wird nicht mit der Zivilgesellschaft oder mit Menschenrechtlern in Kontakt kommen, sondern sich nur die heile Scheinwelt der Spiele anschauen.“

Weil Lazar aber als Politikerin und nicht als Fan nach Sotschi reisen möchte, bleibt sie lieber zu Hause.

 

Monika Lazar über ihre Beweggründe, nicht zu Olympia zu fahren. Ein Beitrag von Matthias Streit
 

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Matthias Streit
07.02.2014 - 14:44
  Sport