Sozialwohnungen

Wohnen in Leipzig

Die leer stehenden Wohnflächen haben sich in Leipzig im letzten Jahrzehnt halbiert. Nur noch acht Prozent stehen leer aber ein Großteil ist nicht marktaktiv, sprich, kann nicht vermietet werden. Genauso rückläufig ist die Anzahl der Sozialwohnungen.
Plattenbauten gibt es viele in Leipzig.

In Chemnitz, Dresden und Leipzig gab es 2010 noch über 56.500 Sozialwohnungen, im Jahr 2013 waren es in den drei Städten zusammen nur noch knapp 32.000. Wolfram Günther von den sächsischen Grünen drängt nun die Große Koalition, dagegen vorzugehen. Dass die Zahl der Sozialwohnungen rückläufig ist, ist schon lange bekannt. 2001 wurde die soziale Wohnraumförderung eingestellt. In den elf Jahren zuvor wurden Mietpreis- und Belegungsrechte in den Wohnungen Sachsens aktiv gefördert. Das bedeutet, dass Mieterhöhungen auf 12-15 Jahre festgeschrieben wurden, für rollstuhlgerechte Wohnungen sogar bis zu 25 Jahre.

Angespannter Wohnungsmarkt erwartet

Langfristig drohe eine soziale Entmischung, so Wolfram Günther von den Grünen. Um dieser entgegenzuwirken, fordert er, dass ein Teil der knapp 60 Millionen Euro, Bundesmittel für den Sozialen Wohnungsbau, explizit zur Förderung in den sächsischen Großstädten verwendet wird.

Bisher wurden die Mittel für die Sicherung von Wohneigentum, Mehrgenerationenwohnen, zur Förderung von selbst genutztem Wohneigentum im innerstädtischen Bereich und energetischer Gebäudesanierung verwendet.

Sorgen bereiten Günther die steigenden Bevölkerungszahlen. Denn wenn die Bevölkerung in Leipzig und Dresden weiter so wächst, wie in den letzten Jahren, führt dies zwangsläufig zu einem immer angespannterem Wohnungsmarkt.

mephisto 97.6-Redakteurin Kristin Franke über die Sozialwohnungen.
mephisto 97.6-Redakteurin Kristin Franke über die Sozialwohnungen.

 

 

Kommentieren

Roxana Cremer
10.12.2014 - 19:22