Die Kolumne

Wir zelebrieren unsere Männlichkeit

Die Kolumne. Immer freitags und immer mit den guten Fragen der Woche. Diesmal: Felix Krause unterwegs im Lene-Voigt-Park am Vatertag. Leipziger Männer über Leipzig, Politik und Feminismus.
Kolumne, Symbolbild, Redaktion
Was ist in dieser Woche passiert? Unsere Kolumnisten haben sogar Antworten, wenn sie gar nicht gefragt werden.

Die Kolumne zum Nachhören finden Sie hier:

Kolumne: Wir zelebrieren unsere Männlichkeit
Kolumne: Wir zelebrieren unsere Männlichkeit

„Einfach ein bisschen zusammensitzen, blöde quatschen, Spaß haben, Bier trinken und morgen geht das Leben wieder weiter.“

„Wir sind früher schon seit Schulzeiten mit dem Fahrrad unterwegs im Dorf gewesen und jetzt haben wir, wo wir alle in Leipzig wohnen, ja, dann machen wir das hier.“

„Was mir in Leipzig gefällt, ist im Prinzip, ist ja ne Großstadt. Aber es ist ziemlich ruhig, ziemlich weit, bisschen größer, nicht eng. Wenn man hier am Hauptbahnhof, auch in der Innenstadt, ist, es fühlt sich irgendwie netter an, als die anderen Städte, genau.“

„Ein paar der Fahrradwege sind vielleicht ein bisschen wenig gut beschildert. So hab ichs bis jetzt empfunden.“

„Alles in allem gucke ich mehr auch die Kommunalpolitik.“

„In Gohlis brauchen wir ein paar Parkplätze mehr. Mehr Scheißtütenstationen für Hunde. Und, äh, allgemeine Cannabislegalisierung wäre ich mal dafür.“

„Sraßenbahnpreise sollten gesenkt werden, damit es sich lohnt, mit der Straßenbahn zu fahren.“

„Ich hab gehört, für irgendwelche Leute gibt’s kostenlose Tickets. Das finde ich nicht korrekt (lacht). Ich will auch ein kostenloses Ticket.“ - „Für wen gibt’s kostenlose Tickets?“ - „Irgendwelche Asylanten.“

„Ich würde mal sagen, dass man halt rechten Meinungen so viel Spielraum lässt und die linken Meinungen es nicht schaffen an die Öffentlichkeit zu treten.“

Felix Krause, Kolumne
Felix Krause im Gespräch mit Männern am Männertag.

„Ich bin politisch nicht so versiert, dass ich jetzt sagen kann, dass ich einen Plan hab, wie wo was hingehen muss.“

„Linker Populismus ist halt nicht so in der Gesellschaft angekommen und deswegen beanspruchen das die Rechten für sich und erlangen dadurch viel mehr Gehör in der Gesellschaft.“

„Also zu Politik wollen wir uns überhaupt nicht äußern heute. Wir haben Alkohol getrunken. Da können keine qualifizierten Aussagen kommen.“

„Freibier. Sternburg gratis.“

„Lok Leipzig. Habt ihr die Kontroverse mitbekommen von letzter Woche mit der B-Jugend?“ – „Nee.“ – „Der Co-Trainer und der Trainer haben die B-Jugend-Mannschaft dazu motiviert oder dazu gebracht, auf nem Mannschaftsfoto alle zusammen den Hitlergruß zu machen. Daraufhin wurden der Trainer und der Co-Trainer sofort suspendiert und auch die Mannschaft bis zum Ende der Saison.“

„Okay. Das, das ist übel. Da weiß ich nicht, was ich dazu sagen soll.“

„Ich muss schon ein bisschen schmunzeln. Ja, ich finde, das ist lange überholt. Wir haben damit gar nichts mehr zu tun. Und wenn jemand meint, sowas machen zu müssen… Jedem das seine.“ – „Aber findest du nicht, das ist ein bisschen arg geschmacklos?“ – „Pff… Eigentlich ist mir das vollkommen schnurz. Wir sollten mal langsam mit der Vergangenheit abschließen.“

„Aber scheiß drauf, heute ist Männertag!“

„Wir feiern einfach, dass wir frei haben und Freundschaft. Also ich halte nicht viel von Himmelfahrt, auch nicht von Männertag und Vater bin ich auch nicht.“

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„Wo siehst du den Mann im Jahr 2018?“ – „Hinterm Herd (lacht). Außer am Männertag. Dann im Park.“

„Frauen- und Muttertag sind zwei getrennte Tage. Wir haben Vatertag und Herrentag als eines und kann man so feiern.“

„Also ich würde sagen, dass Männlichkeit in unserer Gesellschaft irgendwie meistens ziemlich toxisch ist. Na, also, dass da viele Leute drunter leiden. Also nicht nur Männer, sondern hauptsächlich natürlich auch Frauen. Und dann hab ich meistens auch keinen Bock, am Männertag irgendwie so Stereotypen raushängen zu lassen.“

„Feminismus. Also ich finde, Feminismus ist eindeutig richtig und wichtig und muss sein.“

„Ich bin da so tendenziell ein bisschen konservativ.“

„Man darf zum Beispiel nicht mehr geschlechtsspezifische Pronomen benutzen.“

„Gleichberechtigung für alle du dann ist jedem geholfen. Sobald es drum geht, wir brauchen hier Quoten, um uns über die Gesellschaft zu erheben, finde ich es gefährlich.“

„Ich hätte nichts dagegen, wenn die Frauen auch sagen, zum Frauentag machen sie das als adäquate Tour für sich, also… Steht denen ja eigentlich frei, würde ich behaupten.“

„Sollte man den Tag mit seiner Familie verbringen oder mit seinen Freunden und das einhellige Echo war: Ich verbringe den Tag mit meinen Freunden...“

„Wir feiern einfach nur den Alkohol.“

„…Und hab mal nen richtig schönen Tag und lasse meine Frau meine Frau sein und ab morgen kann man es dann wieder anders machen. Aber heute stehen die Kumpels im Vordergrund.“

„Das ist unsere drei Liter Strafschnapsmische, die ich jetzt leider zu mir nehmen muss (trinkt). Mh, wohlmundend, wohlmundend.“

 

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