Anwohnerinitiative

Willkommenskultur im Kiez

Die Initiative „Willkommen im Kiez“ ist erst einige Wochen alt und setzt sich dafür ein, in Plagwitz und Lindenau Flüchtlinge aufzunehmen. Sie wollen „Refugees Welcome“ Realität werden lassen.
Banner der Initiative
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Bei der Nachbarschaftsinitiative „Willkommen im Kiez“ handelt es sich um einen Zusammenschluss von Vereinen, kulturellen Einrichtungen, Wohngemeinschaften und Anwohnern aus der Nachbarschaft. Die Initiative will erreichen, dass eine echte Willkommenskultur im Westen Leipzigs entsteht. Sie möchten Flüchtlinge in ihrem Viertel willkommen heißen und sie in die Nachbarschaft integrieren. Für sie steht fest, dass sie mit Geflüchteten gemeinsam wohnen wollen. Es soll ein Prozess in Gang gebracht werden, der es Flüchtlingen erleichtert, selbstbestimmt zu entscheiden, wie sie wohnen und leben möchten.

Das Hauptziel ist, dass wir hier eine Form finden, wie wir gemeinsam mit Geflüchteten leben.  Wenn ich sehe, dass es normal ist, dass Geflüchtete in Lagern untergebracht sind, die meistens sehr weit weg sind, dann können wir das gar nicht.

Conrad Jackisch, von Anfang an bei der Initiative dabei

Kritik an zentraler Unterbringung

Die Initiative richtet sich außerdem mit einem offenen Brief an den Stadtrat, in welchem sie die zentrale Unterbringung in Flüchtlingslagern kritisiert. Diese schaffe eine Isolation der Flüchtlinge und führe zu Gettoisierung. Zudem sei die von der Stadt geplante Sanierung der Massenunterkunft in der Torgauer Straße eine Fehlinvestition. Nach „Willkommen im Kiez“ ist es kostengünstiger, Flüchtlinge dezentral unterzubringen. So sei es in Plagwitz und Lindenau möglich 200 bis 300 Menschen aufzunehmen.

 

Willkommen im Kiez. Ein Beitrag von Christian Holzer.
 

 

 

 

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Weitere Infos und den offenen Brief zum Nachlesen findet man auf der Website der Initiative Willkommen im Kiez.