meKi Themensendung: Klimawandel

Was ist der Klimawandel?

"meKi-mephistoKids", ist das Kinderprogramm von mephisto 97.6. In der siebten Sendung drehte sich alles ums Thema Klimawandel und Umweltschutz.
Seit einigen Monaten demonstrieren Kinder und Jugendliche jeden Freitag gegen den Klimawandel.
Seit einigen Monaten demonstrieren Kinder und Jugendliche jeden Freitag gegen den Klimawandel.

Das Wort Klimawandel taucht in letzter Zeit sehr oft in den Medien auf. In der siebten mephistoKids-Folge erklären wir euch, was der Klimawandel ist und welche Folgen er haben kann. Außerdem geben wir euch ein paar Tipps wie ihr nachaltiger und umweltbewusster leben könnt. In dieser Sendung lernt ihr auch, warum Bienen so wichtig für uns und den Planeten sind. Das erfahrt ihr in unserem Hörspiel "Die kleine Biene Osmia."

Die ganze Sendung zum Nachhören findet ihr hier:

Du hast wenig Zeit? Dann schau dir unser Erklärvideo zum Klimawandel an. Hier erklären wir dir in weniger als vier Minuten, was der Klimawandel ist und warum er so gefährlich für Menschen, Tiere und Pflanzen ist.

 

Vorab dürfen wir das Wetter nicht mit dem Klima verwechseln! Das Wetter ist das, was heute passiert. Wenn wir vom Klima sprechen, dann ist damit das Wetter einer bestimmten Region gemeint, welches über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet wurde. Das Klima umfasst dabei alle Wetterzustände, zum Beispiel wie windig es ist, wie viel die Sonne scheint hat und ob und wie viel es regent oder schneit. Dass sich das Klima wandelt, ist übrigens ganz natürlich. Klimaveränderungen gib es schon immer. Also wo liegt das Problem? Warum haben so viele Menschen Bedenken vor dem Klimawandel? Das Problem ist, dass sich unser Klima auf der Erde gerade viel zu stark und zu schnell verändert. So schnell, dass sich die Natur nicht daran anpassen kann. Schuld an dem  Klimawandel ist vor allem der Mensch. Zum Beispiel produzieren Fabriken, Autos oder Flugzeuge umweltschädliche Gase. Am bekanntesten ist das Gas Kohlenstoffdioxid kurz CO2. Aber auch durch die Massentierhaltung werden Gase freigesetzt, Kühe pupsen zum Beispiel das umweltschädliche Gas Methan in die Luft. Im Laufe der letzte Jahre sind immer mehr Gase in unsere Luft gelangt, wodurch sich der Treibhauseffekt verstärkt.

Was ist der Treibhauseffekt?

Den Treibhauseffekt könnt ihr euch so vorstellen: Unsere Erde ist von einer Lufthülle umgeben, die Atmosphäre genannt wird. Ohne diese schützende Hülle könnten wir gar nicht auf unserem Planeten leben. Es ist nämlich so, dass durch die Atmosphäre Sonnenstrahlen auf die Erde treffen, wodurch unser Planet erwärmt wird. Damit es aber nicht zu warm wird, lässt die Atmosphäre einen Teil der Wärme auch wieder hinaus. So reguliert die Atmosphäre die Temperatur auf der Erde. Es wird hier also nie zu heiß und nie zu kalt für alle Lebewesen und Pflanzen. Das ist ein bisschen so wie in einem Gewächshaus, in dem Menschen Obst oder Gemüse anbauen. Die Sonne scheint durch das Glas des Gewächshaus hinein und die Wärme bleibt drin, so dass die Pflanzen treiben und gedeihen können. Aber zurück zum Klimawandel und Treibhauseffekt. Über viele Jahre hinweg sind immer mehr schädliche Gase in unsere Luft gelangt und verdichten die Atmosphäre. So kann weniger Wärme abgegeben werden und die Erde erwärmt sich immer mehr. Deswegen spricht man häufig im Zusammenhang mit dem Klimawandel auch von Erderwärmung. Das kann schwere Folgen für Menschen, Tiere und Pflanzen und die Lebensräume haben.

Folgen des Klimawandels und der Erderwärmung

An manchen Orten der Erde wird es immer wärmer, so dass das Trinkwasser knapp wird. Durch den Temperaturanstieg können mehr Dürren auftreten und die Menschen, die von der Landwirtschaft leben, können nichts mehr anbauen . Dadurch verkaufen sie weniger und verdiehen nicht mehr genug, um ihre Familien zu ernähren. Aber auch starke Stürme oder Regen können Ernten zerstören. Oder wenn zu viel Regen aufeinmal fällt, dann kann das Wasser nicht mehr richtig abfließen und es kann zu Überschwemmungen kommen.

Der Klimawandel kann zu Wetterextremen führen wie Starkregen und Überschwemmungen.
Der Klimawandel kann zu Wetterextremen führen wie Starkregen und Überschwemmungen.

Eine weitere Folge des Klimawandels und der Erderwärmung ist, dass das Eis am Nord- und Südpol schmilzt. Das Eis wird zu Wasser, dadurch steigt der Meeresspiegel, weil sich im Meer nun mehr Wasser befindet. Wenn der Meeresspiegel steigt, besteht die Gefahr, dass manche Insel im Meer versinken. Dann müsse die Menschen, die dort leben, ihre Heimat verlassen und in andere Länder flüchten.
Aber auch Tiere verlieren durch das Schmelzen der Pole ihren Lebensraum zum Beispiel die Eisbären.Das sind nur einige wenige Folgen. Desto wärmer es auf der Erde wird, desto schlimme werden die Folgen für Pflanzen, Tiere und Menschen.
Komplett aufhalten kann man den Klimawandel zwar nicht mehr, aber man kann die schlimmsten Folgen versuchen zu verhindern.

Demonstrieren gegen den Klimawandel

Um noch das Schlimmste verhinderen zu können, setzen sich gerade viele Menschen für den Klima- und Umweltschutz ein und gehen zum Beispiel auf Demonstrationen. Das heißt, sie gehen auf die Straße und rufen ganz laut ihre Meinung. Die aktuell bekannteste Bewegung ist "Fridays-for-Future". Seit einigen Monaten gehen Kinder und Jugendliche freitags auf die Straßen und fordern vor allem von Poltikern und Politikerinnen, dass sie Regeln und Maßnahmen schaffen, um die schlimmsten Folgen zu verhindern.
Auch unsere Kinderreporterin Marie und Kinderreporter Milan waren bei einer "Fridays-for-Future"-Demo dabei. Ihre Eindrücke hört ihr in unserem Podcast.

Upcycling für den Umweltschutz

Auch unsere Interviewpartnerin Marisa Becker setzt sich gegen den Klimawandel und für den Umweltschutz ein. So betreibt Marisa einen Blog auf Instagram, in dem sie Tipps und Tricks verrät, wie wir in unserem Alltag nachhaltiger gestalten können. Marisa sagt selbst, dass nachhaltig leben bedeutet, auf die (Um-)Welt zu achten, diese zu beschützen und zu erhalten. Wie das geht? Zum Beispiel auf Plastik zu verzichten. Plastik ist ein Kunststoff, der sich in vielen alltäglichen Dingen befindet. Manche Sachen sind offensichtlich wie die Plastiktüten beim Einkaufen im Supermarkt, andere sind weniger offensichtlich. So befinden sich auch kleine Teile Plastik, das sogenannte Mirkoplastik, in unserer Kleidung oder in der Zahnpasta.

Gelangt Müll in die Umwelt, kann das schwere Folgen für Menschen und Tier haben.
Gelangt Müll in die Umwelt, kann das schwere Folgen für Menschen und Tier haben.

Plastik ist zwar ein ziemlich praktischer Kunststoff, allerdings wird bei der Herstellung und bei der Entsorgung viel CO2 produziert und in die Luft gepustet. Außerdem ist Plastik ziemlich schädlich, wenn es in unsere Natur gelangt. Und das passiert in letzter Zeit immer mehr. Plastik ist ein sehr hartnäckiger Kunststoff, welcher sehr viel Zeit braucht, bis er komplett zersetzt ist. Alleine in den Weltmeeren befinden sich mehrere Millionen Tonnen Plastikmüll. Das Plastik zerfällt in immer kleinere Teile, welche dann von Meerestieren wie Fischen, Krebse oder Schildkröten aufgenommen werden. Die Stoffe im Plastik, sogenannte Chemikalien, schaden der Gesundheit der Tiere. Oder sie sterben, weil sie das Plastik für Beute halten.

Das Plastik kann übrigens auch in unseren Körper gelangen und für uns  Menschen gefährlich werden, wenn wir zum Beispiel Fisch essen.
Deswegen müssen wir mehr darauf achten, weniger Müll zu produzieren. Das geht zum Beispiel durch Upcycling. Upcycling ist Englisch und bedeutet so viel, dass Abfallprodukte oder scheinbar nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt werden. Zwei Upcycling-Ideen stellen wir auch im folgenden Video vor:

 

 

 

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