Lexikon Bundestagswahl

Wahlablauf

Was ist ein Überhangmandat? Was macht der Bundeswahlleiter? Und wie läuft die Regierungsbildung ab? mephisto 97.6 hat die Antworten zu diesen und mehr Fragen.
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Die Bundestagswahl 2017 findet am Sonntag, den 24. September statt. Dann wird aber nicht direkt der Bundeskanzler gewählt - dafür sind nämlich die Mitglieder des Bundestages zuständig. Der Wähler bestimmt, wie die mindestens 598 Sitze im Bundestag besetzt werden - wer sie dann bei der Kanzlerwahl also vertreten soll. Ein Wähler kann dann eine Erst- und eine Zweitstimme vergeben. Die Erststimme geht an den Direktkandidaten des Wahlkreises. Wer die meisten Erststimmen bekommt, zieht auch in den Bundestag ein. Bei 299 Wahlkreisen sind das also auch 299 Abgeordnete. Die Zweitstimme bestimmt das Verhältnis der Parteien im Bundestag – mit ihr stimmt der Wähler für die Landesliste einer Partei.

Je mehr Stimmen eine Liste bekommt, desto mehr Kandidaten davon dürfen somit auch ins Parlament. Wie viele Sitze das konkret sind, wird mit einem Sitzzuteilungsverfahren ermittelt. Das Ergebnis sind die Plätze, die der Partei zusätzlich zu den direkt gewählten Kandidaten zustehen. Zunächst werden die Stimmen aber erst einmal ausgezählt. Punkt 18 Uhr schließen die Wahllokale – jetzt beginnen die Wahlhelfer mit der Auszählung. Damit keine Fehler passieren, wird mehrmals gezählt. Das Ergebnis meldet das Wahllokal an den Kreiswahlleiter. Der gibt es dann an die Landesebene weiter und die wiederum an den Bundeswahlleiter.

Der Beitrag von mephisto 97.6 Redakteurin Sophie Rauch zum Nachhören:

Ein Beitrag von Sophie Rauch.
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Ella Kreße
15.08.2017 - 00:00