Gespräche auf dem Roten Sofa

Von Beruf: Übersetzerin

Sie sind der Grund, warum uns die Perlen fremdsprachiger Literatur nicht vorenthalten bleiben: Übersetzer. Maria Hummitzsch ist Übersetzerin für portugiesische und englische Literatur und war bei uns auf dem Roten Sofa zu Gast.
Maria Hummitzsch auf dem Roten Sofa

Emotionale Worte, lebendige Passagen oder verschachtelte Sätze – und dabei jedes einzelne Wort mit Bedacht gewählt. Autoren scheinen oftmals wahre Wortkünstler zu sein. Aber nicht nur sie müssen sich viele Gedanken über die "richtige Wortwahl" machen. Wenn wir Romane fremdsprachiger Autoren lesen, fällt es uns meistens kaum auf, dass es sich dabei um eine Übersetzung handelt.

Maria Hummitzsch ist von Beruf Übersetzerin. Sie wurde 1982 in Magdeburg geboren und studierte Übersetzung, Afrikanistik und Psychologie in Leipzig, Lissabon und Florianópolis. Seit 2011 arbeitet sie als Literaturübersetzerin aus dem Portugiesischen und Englischen und organisiert nebenbei die Deutsch-Brasilianischen Übersetzerwerkstatt.

100 Seiten in einem Monat

Laut Maria Hummitzsch ist Übersetzen alles andere als ein Zuckerschlecken. Oft müsse intensiv nachrecherchiert werden. Für 100 Seiten eines normal verständlichen Buches sollte man mindestens einen Monat einplanen; für Fachwerke deutlich mehr. Das musste Maria Hummitzsch vor Kurzem bereits am eigenen Leib erfahren, als sie "Signifying Rappers", ein Buch über die Geschichte des amerikanischen Rap, von David Foster Wallace aus dem Englischen übersetze.

Bezahlt werden Übersetzer dabei nach Seite – und verdient dabei das Gleiche. "Man kann sich in die Armut hochübersetzen", erklärt die Leipzigerin mit einem Lächeln.

 

Maria Hummitzsch auf dem Roten Sofa im Interview mit Moderatorin Constanze Müller.
Maria Hummitzsch
 

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Elisa Marie Rinne
12.03.2015 - 11:41
  Kultur