Bauarbeiten

Vollsperrung am Hauptbahnhof

Der Leipziger Hauptbahnhof wird kommende Woche wieder zur Baustelle. Reisende und Pendelnde müssen sich deshalb auf Schwierigkeiten einstellen.
Zug im Hbf Leipzig
Wegen der Bauarbeiten kommt es zu einer Vollsperrung Leipziger Hauptbahnhofs.

Von Mittwoch acht Uhr bis Sonntag acht Uhr wird der Eisenbahnknoten und insbesondere der Leipziger Hauptbahnhof einschließlich des City-Tunnels komplett für den Zugverkehr gesperrt.

Jörg Bönisch, Pressesprecher der Deutschen Bahn

Die Sperrung gilt laut Bönisch aber nicht für die Promenaden, sprich für die Geschäfte.

Folgen für Fahrgäste

Die Fahrgäste müssen sich kommende Woche auf Einschränkungen einstellen. Bei einer Vollsperrung wie dieser sind davon Nah- und Fernverkehr betroffen. Laut Bönisch enden die Regionalzüge an den jeweiligen Bahnhöfen in den Stadtvierteln. Für den Fernverkehr ist der Bahnhof Leipzig Messe als Ausweichstation eingerichtet. Vom Hauptbahnhof zu diesen Haltepunkten läuft dann der Transport mit Schienenersatzverkehr ab - in der Regel von der Ostseite des Hauptbahnhofs.

Wie viel zusätzliche Zeit Pendler einplanen müssen, lässt sich bishernur schwer vorraussagen. Deshalb empfiehlt es sich, vor der Fahrt bei der Bahn zu inofrmieren. Um mal ein Beispiel herauszupicken: Die Fahrt vom Hauptbahnhof nach Markkleeberg dauert heute Abend eine Viertelstunde. Nächsten Freitag, also während der Vollsperrung, muss man dafür 30 bis 40 Minuten einplanen.

Viele Gründe

Gebaut wird nicht nur im Bahnhof selbst, sondern vor allem an den Gleisen, die zum Bahnhof hinführen. An der Essener Straße in Mockau entsteht eine neue S-Bahn-Haltestelle. Nördlich davon baut die Bahn eine Anlage, wo Züge gereinigt und repariert werden können. Außerdem wird eine neue Software benötigt.

Das ist wie bei einer neuen Soft- und Hardware für den Computer. Man muss den Rechner runterfahren, man kann die neue Software, die neue Hardware installieren, man fährt die Software hoch. Und dann wird vom Eisenbahnbundesamt, von einem Prüfingenieur noch mal überprüft, dass auch die Software die Anforderungen an die Sicherheit erfüllt.

Jörg Bönisch, Pressesprecher der Deutschen Bahn

Neben dem neuen S-Bahnhof verändern sich vor allem die Fahrzeiten. Züge, die in Leipzig einfahren, können das bald mit höherer Geschwindigkeit. Auf einem Abschnitt kurz vor dem Bahnhofsgebäude ist das bereits jetzt schon möglich. Gleichzeitig werden rund vier Kilometer Lärmschutzanlagen aufgestellt. Die sollen Anwohnerinnen und Anwohner vor allem vor den Geräuschen der Güterzüge schützen.

Der Beitrag zum Nachhören:

Ein Studiogespräch von Redakteurin Elisabeth Blümel und Moderator Janik Alva Kronsteiner
2109 Bahn SG
 

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