Leipziger Stadtfest

Volles Programm und mehr Sicherheit

Zu Pfingsten feiert Leipzig sein nun schon 26. Stadtfest. Doch bei den Veranstaltern ist die Vorfreude auf das bunte Programm derzeit getrübt. Die Kosten für die Absicherung der Innenstadt bereitet den Veranstaltern zunehmend Sorgen.
Veranstalter Bernd Hochmuth (2. v.r.) präsentiert das Programm des Stadtfestes.

Bereits seit einem Vierteljahrhundert plant Bernd Hochmuth das Leipziger Stadtfest und er ist sichtlich stolz auf das diesjährige Programm. Neben dem sächsischen DJ-Duo Stereo Act („Die immer lacht“) werden nicht nur die Leipziger Rockabily-Formation The Firebirds, sondern auch der Neue-Deutsche-Welle-Star Markus („Ich will Spaß“) die Innenstadt in eine Konzertarena verwandeln. Auf den Bühnen am Wilhelm-Leuschner-Platz, auf dem Nikolaikirchhof und dem Augustusplatz sowie vor dem Gewandhaus, dem Paulinum und auf dem Marktplatz erwarten die Besucher am Pfingstwochenende aber auch zahlreiche weitere Programmpunkte. Ein Novum des Stadtfestes wird es dieses Jahr auf dem Markt geben: Zum ersten Mal können die Festbesucher dort an verschiedenen Food Trucks ihren Hunger stillen.

Hohe Sicherheitsanforderungen

Doch trotz seines umfangreichen Programms schaut Veranstalter Hochmuth sorgenvoll in die Zukunft. Denn bislang wurde das jährliche Stadtfest ausschließlich von Sponsoren finanziert. Nach den Anschlägen von Nizza und Berlin hat die Stadt aber nun die Sicherheitsanforderungen drastisch erhöht. So muss die Zufahrt am Augustusplatz und dem Wilhelm-Leuschner-Platz von mehreren Seiten mit Betonblöcken gesichert werden, um eine Durchfahrt für LKW verhindern zu können. Aber auch das Sicherheitspersonal auf den Festgeländen soll nach dem Willen des Rathauses deutlich aufgestockt werden. Gegenüber der BILD rechnete Bernd Hochmuth daher mit Gesamtkosten für die Sicherheitsmaßnahmen in Höhe von ca. 37.000 Euro. Zwischenzeitlich distanzierte er sich aber von dieser Zahl, da die bisherigen Kostenpläne noch nicht ausgereift seien und es sich lediglich um Kalkulationen handele.

Hoffnung auf Neuaufteilung

Allerdings werden die Mehrkosten für die Absicherung der Innenstadt wohl nicht durch die Stadtverwaltung getragen. Entweder können die Zusatzkosten unter den Sponsoren neu aufgeteilt werden, oder Veranstalter Hochmuth bleibt auf den Kosten sitzen. Sollten die strengen Sicherheitsmaßnahmen auch im nächsten Jahr aufrechterhalten bleiben, ohne dass mit den bisherigen Sponsoren eine Neuaufteilung der Kosten vereinbart werden kann, könnte das Programm des Stadtfestes in seiner dann 27. Auflage laut Hochmuth deutlich schmaler ausfallen.

Mehr dazu können Sie im Beitrag von mephisto 97.6 Redakteurin Anneke Elsner hören:

Ein Beitrag von mephisto 97.6 Redakteurin Anneke Elsner.
1605 SG Stadtfest
 

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Thomas Tasler
16.05.2017 - 20:38