GameCheck: Sims 4 Inselleben

Viel Design, wenig Inhalt

Sommer, Sonne, Strand − diese Traumkombination bietet das neue Erweiterungspack von "Die Sims 4" mit dem Titel "Inselleben". Damit greift der Entwickler Maxis erneut auf bewährte Spielinhalte von "Sims 3" zurück, aber fügt auch neue Elemente hinzu.
Ein Segelboot in der Idylle von "Die Sims 4: Inselleben".
Die Grafik und das Design machen die Spielwelt von "Inselleben" wunderbar idyllisch.

Nachdem unsere Sims im Wald campen und in Selvadorada den Dschungel erkunden können, gibt es nun eine permanente Auszeit: Inselleben. Die neue Spielwelt Sulani ist eine Wohnwelt, die aus drei Inseln besteht: Auf Lani St. Taz kann man sein Traumhaus direkt am Wasser bauen, in Ohan'Ali Town findet das kulturelle Leben statt und auf Mua Pel'Am kann man die Natur der Insel wie einen Wasserfall und einen aktiven Vulkan erleben.

Leben und Arbeiten am Meer 

Die Sims trinken das karibische Getränk Kava.

Mit "Die Sims 4: Inselleben" können die Sims nun die Vorzüge des Insellebens genießen: Sie können sich am Strand (aber nicht nur dort) bräunen, im Meerwasser schwimmen, schnorcheln und sogar tauchen und mit Wasserfahrzeugen an kleinen Inseln vorbeikommen. Selbstverständlich kann man im Sand auch Sandburgen bauen und an bestimmten Bereichen fischen.

Ein Sim buddelt im Sand nach Muscheln... und findet Müll.

Doch auch wenn es sich wie Urlaub anfühlt, ist es keiner. Die Sims müssen nämlich ganz normal zur Arbeit. Auch dort gibt es ein paar Neuerungen: Die Teilzeitkarrieren wie Barista, Einzelhandelsverkäufer und Babysitter, die es bisher nur für Teenager gab, sind nun auch für Erwachsene verfügbar. Außerdem wurden drei neue Teilzeitkarrieren für die Erweiterung hinzugefügt: Taucher und Taucherin, Fischer und Fischerin und Rettungsschwimmer und Rettungsschwimmerin. Die Sims verschwinden dafür in sogenannte "Rabbitholes", man kann sie bei der Arbeit also nicht begleiten. Eine neue Karriere ist Umweltschützer- und Unterstützerin. Die ist zentral für die Erweiterung, denn mit der Karriere schaltet man neue Interaktionen in der Spielwelt frei. So kann man die Natur erforschen, als auch andere für den Umweltschutz begeistern. 

Inselleben statt Inselparadies

Ein Haus im Stil der Erweiterung.

Wie in den anderen Wohnwelten von Sims 4 kann man bestimmte Flächen mit Grundstücken bebauen. Die müssen sich allerdings an Land befinden, Hausboote gibt es nicht. Neu sind nur die Strandgrundstücke, an denen man sonnenbaden kann. Anders als in "Die Sims 3: Inselparadies" kann man in Sims 4 noch immer keine Hotels, bzw. Ressorts eröffnen, obwohl sich die Welt optimal dafür angeboten hätte.

Eine Meerjungfrau wirft einem Delfin einen Fisch zu.

Mit Elementen wie dem Umweltschutz und dem Vulkan bringt "Die Sims 4: Inselleben" neue Inhalte in das Sims Universum, die man noch nicht aus den Vorgängern kennt. Auf der anderen Seite erhält man auch nicht dasselbe Spielerlebnis wie in "Die Sims 3: Inselparadies", denn einige Spielinhalte gibt es nur in abgespeckter Form. Zum Beispiel kann man beim Tauchen nicht mehr die Unterwasserwelt mit dem Sim erkunden, sondern er verschwindet einfach nur im Wasser.

Der Anspruch an ein Erweiterungspack

Die Bauobjekte der Erweiterung in einem Haus.

Mit der Erweiterung "Inselleben" hat die Sims 4 von allem etwas an Spielinhalten hinzugefügt: Eine neue Welt, ein neuer Okkult, neue Frisuren, Klamotten, Bauobjekte und interagierbare Gegenstände und neue Karrieren. Wirklich viel hat man von den einzelnen Sachen allerdings nicht. So hat die Meerjungfrau nicht die Möglichkeit, so in ihren Fähigkeiten zu steigen wie die Vampire, die mit einem Gameplay-Pack hinzugefügt wurden. Deshalb stellt sich die Frage: Was bringt eigentlich ein Erweiterungspack? Denn für die anderen, kleineren Erweiterungen steht es schon im Titel: Gameplay und Accessoires. Aktuell fühlt es sich so an, als wäre die Erweiterung ein halbgarer Mix aus beidem, der sich aber nach weniger neuen Spielinhalten anfühlt wie das Gameplay-Pack "Stranger Ville".

Fazit

"Die Sims 4: Inselleben" bietet eine wunderschöne neue Spielwelt mit ein paar neuen Spielinhalten. Leider hat die Erweiterung ihr volles Potenzial nicht ausgeschöpft, sondern hat gute Ideen wie Meerjungfrauen nur ansatzweise umgesetzt. Das macht das Spiel nur zu einer kurzzeitigen Abwechslung und wird damit dem Vollpreis von knapp 40 Euro nicht gerecht.

Der Trailer zum Spiel:

 

Kommentieren

Laura Kreuzhage
22.07.2019 - 16:22
  Games

Die Sims 4: Inselleben

Plattform: PC, PlayStation 4, Xbox One

Entwickler: Maxis

Herausgeber: Electronic Arts