Gentrifizierung

Vertreibung durch Sanierungen?

Häuser werden saniert und ganze Viertel systematisch aufgewertet. Dadurch steigen die Mietpreise. Gehört diese Entwicklung in Städten einfach dazu? Wir haben zwei Studiogäste eingeladen und ihre Meinungen gegenüber gestellt.
Immobilienpreisspiegel
Ist das Projekt um den sozialen Wohnungsbau gescheitert?

Roman Grabolle ist studierter Archäologe. Er ist Mitglied des Aktionsbündnisses "Stadt für Alle" und Gründer eines alternativen Wohnprojekts. Grabolle sucht nach günstigen Altbauten und vermittelt sie an Menschen, die daraus Gemeinschaftswohnprojekte machen. Er sieht sich damit im Wettstreit mit professionellen Immobilienfirmen. Eine der größten in Leipzig ist die Immobiliengesellschaft KSW. Dort arbeitet Jörg Zochert. Mehr als 200.000 Quadratmeter Wohnfläche in Leipzig wurden bereits von der KSW saniert. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sie Immobilienprojekte im Wert von ca. 200 Millionen Euro umgesetzt. Beide haben Einfluss auf das Stadtbild von Leipzig. Roman Grabolle kritisiert, dass durch Sanierungen von Immobilienunternehmen bestimmte Gesellschaftsgruppen aus ihren Vierteln vertrieben werden. Ein Phänomen, das Gentrifizierung genannt wird. Jörg Zochert hingegen sieht in der Gentrifizierung einen unvermeidbaren Bestandteil der Stadtentwicklung.

Das komplette Streitgespräch finden Sie hier zum Nachhören.

Streitgespräch zwischen Roman Grabolle und Jörg Zochert
1102 Talkshow
 

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