Mehr Privatsphäre durch Verschlüsselung

Verschlüsselung? Mit Sicherheit!

Bei der gestrigen Cryptoparty drehte sich alles um Privatsphäre und die Verschlüsselung von Kommunikationsmitteln wie zum Beispiel E-Mails. Hier wurden die Chancen und Risiken von Kommunikation im Netz erklärt und womit man sich schützen kann.
Cryptoparty im SubLab

Das Netz ist für die meisten Menschen heutzutage allgegenwärtig. Längst wird kein großer, grauer Kasten in der Ecke des Arbeitszimmers mehr benötigt, um mit der gesamten Welt in Echtzeit zu kommunizieren. Neue Mobilgeräte wie Tablets und Smartphones, aber auch Notebooks bringen das Internet an fast jeden Ort der Erde. Persönliche Daten, Erinnerungen wie Fotos und Videos, oder auch wichtige Dokumente sind nicht mehr fest verortet, sondern jederzeit und überall verfügbar. Dass die eigenen Daten, das persönliche Nutzungsverhalten und vor allem Kommunikation dabei kaum geschützt sind, bleibt viel zu oft außen vor.

Netzwerke können blitzschnell analysiert werden

Dabei gibt es längst Mittel und Wege, die eigene Kommunikation gegen Abhören und Manipulation abzusichern. Die Möglichkeit, sich relativ sicher im Netz und überhaupt in der digitalen Welt zu bewegen, steht heute jedem frei zur Verfügung. Längst sind Verschlüsselungstechnologien kein Hexenwerk und keine Domäne geschulter Informatiker mehr.
Die Konsequenzen der Entscheidung, sich aktiv oder eben nicht mit dem Ganzen auseinanderzusetzen, betreffen keinesfalls nur jeden allein.
Zu schnell können aufgrund eines unbedachten Klicks die Daten von dutzenden Menschen in falsche Hände gelangen. Netzwerke und Beziehungen können blitzschnell verknüpft und analysiert werden. Es gibt eine Vielzahl von Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, aus diesen Informationen bares Geld zu machen. Selbst wenn man Sozialen Netzwerken und anderen modernen Technologien kritisch gegenüber steht, sie nur eingeschränkt nutzt oder gar komplett meidet, heißt das nicht, das man vor der Datensammelwut dieser Firmen sicher ist. Wir wollten wissen, warum das eigentlich so ist und waren deshalb am 10.08.2016 um 19 Uhr im sublab zur CryptoParty. Dort ging es um sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von E-Mails und wie die Einrichtung vonstatten geht. Die Erzeugung und Verwaltung der elektronischen Schlüssel wurde demonstriert und darüber hinaus erklärt, wie man eine gute Passphrase finden kann, um den eigenen geheimen Schlüssel zu sichern.

Was macht ein gutes Passwort aus?

Einige Besucher wie zum Beispiel Jan, finden über den Grund ihres Besuchs, und wieso man sich überhaupt um Verschlüsselung kümmern sollte, klare Worte:

Viele meinen, sie haben nichts zu verbergen, aber am Ende ist es so, dass alles aufgekauft wird und alles verkauft wird und ich will da nicht mitmachen!

Auch Jonathan möchte sich besonders als Laie in der Informatik mehr Wissen aneignen:

Ich will Verschlüsselung mal doch irgendwie begreifen weil ich kein Informatiker bin und das ganz kompliziert finde. Und vielleicht wäre es gut, mal über Sicherheit im Internet nachzudenken und sich zu schützen.

Studiogespräch zur Cryptoparty
Der digitale Briefumschlag- Studiogespräch

Was zum Beispiel das Geheimnis eines guten Passworts ist, kann man ebenfalls auf der wöchentlich stattfindenden Cryptoparty im Sublab erfahren. Welche Themen auf den kommenden Partys anstehen, sind auch auf ihrer Homepage nachlesbar.

 

 

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Wofür steht das alles denn überhaupt?

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    • das Original
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    • Kryptografiesystem, das heute jeder nutzt
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      • Es dient zum Ver- und Entschlüsseln von Daten
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