Auszeichnung

Verleihung "Sächsischer Verdienstorden"

Der sächsische Verdienstorden ist die höchste Auszeichnung in Sachsen. Insgesamt dürfen nur 500 Menschen Ordensträger sein. Bisher waren es 288. Seit Montag sind 14 weitere Menschen mit dem Orden ausgezeichnet. Darunter auch vier Lepzigerinnen.
Verleihung Sächsischer Verdienstorden

Die 65-jährige Sabine Glinkowski engagiert sich seit mehr als 18 Jahren im Verein „Restaurant du Coeur“. Sie leitet das „Restaurant des Herzens“ in der Leipziger Innenstadt. Dort hilft sie jedes Jahr im Winter bedürftigen Menschen mit einem warmen Essen, Kontakt und Geselligkeit. Für ihr Engagement wird sie heute neben 13 anderen Menschen mit dem sächsischen Verdienstorden ausgezeichnet. Darüber freut sich Sabine Glinkowski, denn ihre Arbeit bedeutet ihr sehr viel.

Ich kann Menschen helfen, ich kann für Menschen da sein, es ist eigentlich bei uns wie eine Familie, alle fühlen sich wohl. Ich war eigentlich schon immer sozial eingestellt, war immer für diejenigen da, die Hilfe brauchen.

Sabine Glinkowski, Leiterin des "Restaurant des Herzens"

Und genau dafür wird der sächsische Verdienstorden verliehen. Seit 21 Jahren können sächsische Bürger ihre Verwandten, Bekannten oder Kollegen im In- und Ausland für den Verdienstorden vorschlagen. Verliehen wird er für besonderes Engagement unter anderem im politischen, wirtschaftlichen, sozialen oder ehrenamtlichen Bereich. Der Orden wurde am Montagabend in der Schlosskapelle des Dresdner Residenzschlosses von Ministerpräsident Stanislaw Tillich verliehen. Auch er ist durch sein Amt als Ministerpräsident Träger des Ordens. Frau Glinkowski freut sich über die Auszeichnung.

Ich bin erst mal sprachlos, ich konnte es gar nicht fassen. Und ich bin heute so aufgeregt, dass ich einen Blutdruck von fast 550 habe.

Sabine Glinkowski, Leiterin des "Restaurant des Herzens"

Von Dezember bis Januar bietet Sabine Glinkowski mit ihren ehrenamtlichen Helfern in Connewitz einen Zufluchtsort für die Schwachen der Gesellschaft. Aber sie besucht auch regelmäßig die Insassen der Justizvollzugsanstalt in Taucha. Dort versucht sie die Gefangenen bei der Rückkehr und Wiedereingliederung in die Gesellschaft, zu unterstützen. Auch diese Arbeit spielt für die sächsische Staatskanzlei eine Rolle bei der Auszeichnung. Sie bringe sich aktiv in die Gesellschaft ein. Außerdem vermittle sie Werte wie Hilfsbereitschaft und Mitgefühl. Obwohl Sabine Glinkowski den sächsischen Verdienstorden als höchste Auszeichnung des Landes Sachsen erhält, wird sich an ihrer Arbeit aber nichts ändern:

Ich bleibe bodenständig, immer für alles da sein, helfen, und alles, so wie es immer war.

 

Sabine Glinkowski, Leiterin des "Restaurant des Herzens"

Weitere Informationen können Sie in dem Beitrag von mephisto 97.6 Redakteurin Anna Wamsler hören:

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