Welt-Vegetariertag

Vegetarier:innen riechen besser

Ob für die Tiere, die Umwelt oder die eigene Gesundheit – es gibt verschiedene Gründe, sich vegetarisch zu ernähren. Doch was passiert eigentlich mit unserem Körper, wenn wir auf Fleisch verzichten? Die Antworten gibt's hier.
Brokkoli und Karotten in der Pfanne
Grün und orange - nicht nur farblich eine nette Kombination.

Die meisten von uns kennen wohl die grausigen Bilder aus der Massentierhaltung. Viel zu kleine Käfige, in denen Hühner, Schweine oder Rinder in ihrem Kot zusammengepfercht sind, bevor sie ein einziges Mal in ihrem Leben das Tageslicht erblicken - auf dem Weg zum Transporter Richtung Schlachthof. Und dann ist die Fleischindustrie auch noch ziemlich umweltschädlich: Nitrat im Grundwasser, Ammoniak in der Luft und Antibiotika im Boden sind nur ein paar Beispiele.

Immer mehr Menschen wollen sich daran nicht mehr beteiligen und entscheiden sich für eine vegetarische oder vegane Ernährung. In Deutschland gibt es mittlerweise sechs bis acht Millionen Vegetarierinnen und Vegetarier. Neben Tierliebe und Umweltbewusstsein spielt für viele auch die eigene Gesundheit eine Rolle. Laut einer Studie, die im "Journal of the American College of Nutrition" veröffentlicht wurde, nehmen Vegetarier:innen zum Beispiel schneller ab. Und eine vegetarische Lebensweise hat noch weitere Auswirkungen auf unseren Körper.

Das passiert, wenn Sie sich fleischlos ernähren:

Vier Dinge, die passieren, wenn man sich vegetarisch ernährt - ein Beitrag von Georgia Dreßler
Welt-Vegetariertag

Sie schützen Ihren Darm

Vegetarierinnen und Vegetarier haben mehr schützende Darmbakterien. Laut Forschenden der University of New York, entzündet sich der Darm weniger, wenn man auf Fleisch verzichtet. Warum das so ist? Unser Darm mag am liebsten Obst, Gemüse und milchsaure Lebensmittel wie Joghurt. Und das landet bei Vegetarierinnen und Vegetariern öfter auf dem Teller, als bei Fleischessenden.

Sie werden weniger anfällig für Krankheiten

Ob Menschen mit vegetarischer Ernährung wirklich länger leben als Fleischessende, ist noch nicht bewiesen. In jedem Fall sinkt aber das Risiko für diverse Krankheiten – z.B. für Bluthochdruck und Diabetes, aber auch Herzinfarkt und Krebs. So hat eine Analyse aus China ergeben, dass das Krebsrisiko bei Vegetarierinnen und Vegetariern fast 20 Prozent niedriger ist. Und ihr Risiko für Herzerkrankungen ist sogar fast 30 Prozent geringer.

Sie werden empathischer

Bei Menschen, die kein Fleisch essen, sind die Hirnregionen, die empathische Gefühle auslösen, aktiver als bei Fleischessenden. Das haben Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Italien entdeckt. In Tests reagierten Vegetarierinnen und Vegetarier stärker auf Bilder von menschlichem und tierischem Leid.

Sie riechen besser

Vegetarierinnen und Vegetarier riechen besser als Menschen, die Fleisch essen. Das haben Forschende der Karls-Universität Prag herausgefunden. In einem Test sollten Frauen den Körpergeruch von Männern bewerten. Das Ergebnis: Die Vegetarier schnitten deutlich besser ab als die Fleischesser.

Fazit 

Alles in allem wirkt sich eine vegetarische Ernährung also positiv auf den Körper aus. Trotzdem gilt: einige Nährstoffe, wie Eisen, Zink und B-Vitamine, kommen vermehrt in Fleisch und anderen tierischen Produkten vor. Wer auf Fleisch verzichtet, muss also auf eine ausgewogene Zufuhr bestimmter Nährstoffe achten.

 

 

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