Exzellenzinitiative

Uni Leipzig bewirbt sich um Elitetitel

Die Universität Leipzig bewirbt sich bei der Exzellenzinitiative. Diese Initiative fördert finanziell die Forschung bestimmter Wissenschaftsbereiche.
Uni Leipzig
Die Universität Leipzig hat sich bei der Exzellenzinitiative beworben.

Am 3. April 2017 endete das Bewerbungsverfahren für die Exzellenzinitiative. In diesem Jahr hat sich auch die Universität Leipzig beworben. Mit zwei sogenannten „Exzellenzclustern“ geht Leipzigs Uni neben den anderen sächsischen Universitäten TU Dresden, TU Chemnitz und TU Freiberg ins Rennen.

Die Exzellenzinitiative

Die Förderinitiative ist eine gemeinsame Initiative von Bund und Ländern. Hauptziel ist es, die Forschung und Wissenschaft in Deutschland nachhaltig zu stärken, sodass eine internationale Stellung von Qualität und Bedeutung erreicht werden kann. Gefördert werden bestimmte Spitzenforschungsbereiche an den Universitäten, die sich erfolgreich beworben haben. Das Projekt verläuft in zwei Phasen – von 2006/2007 bis 2012 und von 2012 bis 2017. Für beide Phasen muss sich neu beworben werden. Strukturiert ist die Exzellenzinitiative in drei Förderlinien: Graduiertenschule, Exzellenzcluster und Zukunftskonzepte. Nur wenn eine Universität in allen drei Kategorien erfolgreich ist, erhält sie die Förderung sowie den Titel „Exzellenzuniversität“.

Die Exzellenzcluster

Die sogenannten Exzellenzcluster meinen Forschungsprojekte einer Universität, mit welchen sich die Universität für die Förderung bewirbt. Diese müssen bestimmte Kriterien erfüllen, so zum Beispiel das Forschungsprofil einer Universität schärfen. Die Uni Leipzig hat sich mit zwei Forschungsclustern beworben. Zum einen im Bereich Lebenswissenschaften, zum anderen im Bereich Geisteswissenschaften. Konkret handelt es sich um Forschungsprojekte im Bereich Adipositasforschung („Understanding Obesity“) und Dialektik des Globalen („Dialectics of the Global“). Ob die Universität Leipzig mit diesen beiden Forschungsprojekten die Förderung erhält, entscheidet eine Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Kritik an der Exzellenzforschung

Die Studentische Senatorin der Universität Leipzig, Johanna Nold, kritisiert, dass die Förderung keine Vorteile für die Studierenden bringe. Von der finanziellen Förderung durch die Exzellenzinitiative profitierten allein die Forschungsprojekte einer Universität. Außerdem dürfe sich eine Universität in ihrer Forschung nicht nur auf die sogenannten Exzellenzcluster konzentrieren. Es sei wichtig eine breit gefächerte Forschungsausrichtung zu gewährleisten.

Wie der Pressesprecher der Universität Leipzig, Carsten Heckmann, die Chancen für Leipzig einschätzt, hören Sie hier:

Ein Beitrag von Moderator Nico van Capelle
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