One Day In History

Über die Einführung der Sommerzeit

Wundern Sie sich auch, warum in Drei Teufels Namen Sie zweimal im Jahr gezwungen werden, Ihren Biorhythmus durcheinanderzubringen? Hier die Erleuchtung und Antwort auf die Frage aller Fragen!
Zeitumstellung
Zwei Mal im Jahr muss die Uhr umgestellt werden. Warum denn eigentlich?

"Nun wollen wir aber einmal früher aufstehen…"

Achja, die Zeitumstellung. Wie oft haben wir schon darüber geklagt und überlegt, ob wir die Zeiger unserer Uhren jetzt vor- oder zurückdrehen müssen.

Heute ist die jährliche Umstellung auf die Sommerzeit ein hervorragendes Beispiel für tradierte Relikte aus grauer Vorzeit, die eigentlich niemand mehr braucht. Dabei war es anfangs gar keine schlechte Idee: Zu seiner Zeit errechnete Benjamin Franklin (der Erfinder des Blitzableiters und amerikanischer Politiker), dass sich durch eine effektivere Nutzung des Sonnenlichts in Großstädten wie Paris jährlich 20 Millionen Dollar pro Jahr einsparen lassen würden – einfach, weil die Bewohner und Bewohnerinnen dann weniger Kerzen kaufen müssten. Gut, man kann sich darüber streiten, ob Paris im Jahr 1784 nach modernen Maßstäben eine Großstadt war. Fakt ist, dass der Vorschlag damals ähnlich wenige Befürworter fand wie heute.

Welchem grausamen Individuum haben wir also dann die Einführung der Sommerzeit zu verdanken? Wer warf den ersten Stein? Es waren die Deutschen. 132 Jahre nach Franklins Ideen-Flop führte man am 30. April 1916 in Deutschland die Sommerzeit ein. Die Uhren wurden eine Stunde vor gestellt, um im Krieg Energieressourcen wie Kohle, Gas und Paraffin einzusparen; Länder wie Großbritannien und Frankreich zogen nach und begannen ebenfalls mit dem Uhrentanz.

Und was eine Postkarte und ein Nudelholz mit der ganzen Sache zu tun haben, das erfahren Sie in dem folgenden Hörspiel über die Einführung der Sommerzeit am 30. April 1916:

"Linksrum oder Rechtsrum? - Unerwartete Umstellungen am 30. April 1916" - ein Hörspiel von Elisabeth Schmidt
3004 Linksrum oder Rechtsrum? - Unerwartete Umstellungen am 30. April 1916 (Elisabeth Schmidt)
 

Kommentieren