Sicherheitskonzept

Turbulente Woche für Leipziger Polizei

Die Leipziger Polizei wird in der kommenden Woche besonders gefordert sein: Weihnachtsmarkt, Innenministerkonferenz und Champions League. Drei Großereignisse, von denen jedes einzelne ein jeweils stabiles Sicherheitskonzept erfordert.
Betonsperren auf dem Augustusplatz
Betonsperren sichern den Weihnachtsmarkt - wie hier auf dem Augustusplatz.

Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt als Großereignis, geprägt von Besinnlichkeit und Vorweihnachtsstimmung - dieses Ideal hat durch den terroristischen Anschlag an der Berliner Gedächtniskirche letztes Jahr Sprünge bekommen. Auch die Stadt Leipzig hat deshalb ihr Sicherheitskonzept dieses Jahr bedeutend erweitert. Zusätzlich zu den feststehenden Poller-Anlagen werden dafür erstmals von Beginn an die sogenannten Nizza-Sperren, massive Betonquader, vor terroristischen Anschlägen mit LKWs schützen. Außerdem werden die Mittelfahrbahn auf dem Augustusplatz und die südliche Goethestraße während des Weihnachtsmarktes für Autofahrer gesperrt. Besonders auffallen wird dem Besucher aber wohl die erhöhte Polizeipräsenz. Sie geht einher mit der Einrichtung einer festen Polizeiwache auf dem Markt, an die sich Besucher bei Problemen jederzeit wenden können. Unterstützt wird die Polizei von einer privaten Sicherheitsfirma.

Zusätzlich zwei Großveranstaltungen hinteraneinander

Am Mittwoch trifft RB Leipzig 20:45 Uhr auf Besiktas Istanbul. Da es ein Spiel der Champions League ist, stuft die Polizei die Veranstaltung mit hoher Sicherheitsstufe ein. Ähnlich sieht es die zwei folgenden Tage aus. Dann kommt die Innenministerkonferenz nach Leipzig. Für die Innenstadt wurde bereits eine Gegendemonstration mit dem Motto „Kampf der inneren Sicherheit“ angemeldet. Schon bei der letzten Konferenz im Frühjahr in Dresden herrschte Ausnahmezustand.

Die Fülle von Großereignissen nächste Woche stellt die Polizei natürlich auch vor Organisationsaufgaben, denn wie Polizeisprecher Andreas Loepki erklärt:

Das Einsatzgeschehen der nächsten Woche ist keines, was die Polizeidirektion Leipzig aus eigener Kraft stemmen könnte. 

Andreas Loepki, Sprecher der Polizei Leipzig

Man sei deshalb auf die Unterstützung von anderen Dienstellen in Sachsen, aber auch aus anderen Bundesländern angewiesen. Gut vorbereitet blicke die Polizei also auf die kommende Woche, in der Leipzig Austragungsort von gleich drei Großereignissen sein wird.

Das macht ausgeklügelte Sicherheitskonzepte erforderlich. Es gibt der Stadt auf der anderen Seite jedoch auch die Möglichkeit, sich als weltoffene und spannende Stadt zu präsentieren. Leipzig steht also nicht nur eine Woche der Herausforderungen, sondern auch der Chancen bevor.

Diese Informationen können Sie hier noch einmal nachhören:   

Der Bericht von Magnus Raab zu den Sicherheitskonzepten
3011 SG Magnus Polizei
 

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