Konzertbericht

Tunes like Honey

Die Psychedelic- Rock Band Okta Logue war am 29. September live im Werk2. Neben eigenen Songs spielte die Band ein großartiges Cover. Am Merch- Stand gab es außerdem eine süße Überraschung.
Okta Logue
Okta Logue auf der Bühne

Erwartungen

Auf dem Maifeld Derby in Mannheim wollte ich die Band bereits live sehen. Da es damals sehr stark angefangen hat zu regnen, habe ich mich allerdings nach einigen Songs in eines der umliegenden Zelte gerettet. Das, was ich gehört hatte war allerdings sehr vielversprechend und somit stand für mich fest, dass ich bei der Club- Show im Werk2 dabei sein wollte. Für mich scheinen Okta Logue auch eher wie eine Band, die besser im Club, als auf Festivals wirkt. 

Erster Eindruck

Es ist ziemlich leer, als die Vorband loslegt. Das liegt womöglich an der Vorband. Lisa Who macht definitiv Musik, die etwas spezieller ist. Als es dann aber an der Zeit ist für Okta Logue, füllte sich der Raum deutlich. Die Band legt sofort mit ihren authentischen 60er/ 70er Jahre- Klängen los. Anfangs ist nur die Musik ein Beweis dafür, dass die Band wirklich da ist. Denn auch in den vorderen Reihen ist die Band zunächst schwer zu sehen. Das legt sich allerdings im Laufe der Show.  

Okta Logue
 

Musik

Okta Logue spielen ein waschechtes Rockkonzert. Sie machen keine große Show. Zu Beginn kann man sich sogar ein wenig wundern, wo denn eigentlich der Keyboarder ist, da er in seiner dunklen Ecke am rechten Bühnenrand kaum auffällt. Mit ihrer Musik nimmt die Band ihre Hörer allerdings mit auf eine kleine Zeitreise. Plötzlich befindet man sich tatsächlich in der Blütezeit des Psychedelic- Rock. Darauf weisen auch einige Besucher im Publikum hin. Diese scheinen zumindest altersmäßig mit der musikalischen Ära, auf welche Okta Logue sich beziehen, großgeworden. Die besteht zum Beispiel aus sehr echten und beeindruckenden Gitarren- Solos. Bei einigen Songs bekommt die Band Unterstützung von einem weiteren Gitarristen namens Max. Wenn er nicht auf der Bühne steht, findet man ihn unter den anderen Besuchern des Konzerts im Publikum. Das Publikum ist erstaunlich ruhig und tanzt fröhlich mit den Klängen der Band. Es scheinen viele Fans vor Ort zu sein.

Was in Erinnerung bleibt

Mein persönliches Highlight ist an diesem Abend das Cover, welches Okta Logue spielen. Sie liefern die mit Abstand beste Version von "Hotel California", die ich bisher gehört habe. Zurecht kündigen sie das Lied als eine "Wall Of Sound" an. Außer dieser Ankündigung erzählt die Band wenig in ihrer Show. Allerdings erwähnt Sänger Benno Herz, dass sie am Merch- Stand nicht nur Platten und Band- Shirts verkaufen, sondern auch den selbstgemachten Honig des Drummers Robert Herz. Dies kann nun wirklich auch nicht jede Band von sich behaupten.

Selbstgemachter Honig
 
 

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Gesa Koy
04.10.2016 - 14:30
  Kultur