Breitbandausbau bis 2020

Stadtrand bekommt besseren Anschluss

Leipzig will innerhalb von drei Jahren sein Glasfasernetz verdoppeln. Damit wäre eine schnellere Internetverbindung möglich. Rund 400 Kilometer Kabel sollen dafür verlegt werden.
Bewohner des Leipziger Stadtrandes können bald schneller im World Wide Web unterwegs sein.

Im Sachsen-Vergleich steht Leipzig in Punkto Internetausbau gut da. Die Leipziger können im Durchschnitt mit 50 Mbit/s durch das Internet surfen. Die Einheit Mbit/s gibt an, wie viele Daten pro Sekunde verarbeitet werden können. Internetprovider bieten bis zu 200 Mbit/s per Glasfaser an. Theoretisch ist sogar das fünffache an Geschwindigkeit möglich. Doch bisher kommt der Ausbau mit Glasfaser besonders auf dem Land nur schleppend voran. Sachsen liegt dem Breitbandatlas zufolge weit hinten in der deutschen Rangliste. Schlechter schneiden nur Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen ab.

Weniger Kosten durch Leerrohre

Eine schlechte Anbindung haben bisher auch die Stadtteile am Rand von Leipzig. Gerade diese teils ländlichen Gebiete sollen schnelleres Internet bekommen. Wie Achim Lohse vom Amt für Wirtschaftsförderung erklärt, sollen dafür möglichst Leerrohre genutzt werden:

Wir versuchen nicht überall unnötig zu buddeln, das wird ja dann manchmal vorgeworfen.

Achim Lohse, Amt für Wirtschaftsförderung

Dadurch müssen Straßen nicht gesperrt und aufgerissen werden, wodurch sich auch die Kosten in Grenzen halten. Neben dem Breitbandnetz soll auch das Mobilfunknetz verbessert werden. Dadurch wäre auch eine schnellere mobile Internetverbindung möglich.

Mehr über den Ausbau können Sie hier nachhören:

Moderatorin Eva Wittekind im Gespräch mit Reporter Moritz Döring
2710 Internetausbau
 

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Isabell Bergner
27.10.2017 - 20:42