Bundestagswahl 2017

Spannung bis zur letzten Minute

Am 24. September 2017 wurde der 19. Deutsche Bundestag gewählt. Bisher existiert nur das vorläufige amtliche Ergebnis zur Bundestagswahl 2017.
Der Deutsche Bundestag in Berlin

Von den knapp 61, 5 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland hätten bis zu 76,7 Prozent ihre Stimme abgegeben, nach den momentanen Angaben. Das wären fünf Prozent mehr als zur letzten Bundestagswahl in 2013. Bundesweit erreichte die CDU die meisten Prozente. Dieses Ergebnis ist für die Fraktion jedoch alles andere als zufriedenstellend. Bloß 1949 erzielten sie schlechtere Zahlen. Auch die SPD hatte große Verluste zu verbuchen. 2017 ist das schlechteste Ergebnis der SPD seit 1949.

Ich bin unglaublich enttäuscht über das Ergebnis.

Jens Katzek (SPD), im Interview mit mephisto 97.6

Im Gegensatz zu 2013 verlor die Partei 5,2 Prozent ihrer Wähler. Die FDP und vor allem die AfD haben in dieser Bundestagswahl deutliche Gewinne erreicht.

Wir sind wie Phoenix aus der Asche auferstanden. Jetzt gilt es zu liefern.

Friedrich Vosberg (FDP), im Interview mit mephisto 97.6

Die FDP bekam insgesamt 10, 7 Prozent der Stimmen. Die AfD ist nun mit 12,6 Prozent die drittstärkste Kraft im Bundestag.

Wir werden nun die längst fällige Kulturrevolution einleiten.

Siegbert Droese (AfD), im Interview mit mephisto 97.6

Die Linke und die Grünen haben jeweils weder einen großen Zuwachs an neuen Wählern noch große Verluste zu verschreiben. Die Linke sind mit ihrem Ergebnis von 9,2 Prozent der Stimmen bundesweit glücklich:

Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Franziska Riekewald (Die Linke), im Interview mit mephisto 97.6

Das geht auch ganz anders

Das vorläufige amtliche Ergebnis zu den Zweitstimmen in Sachsen

In Sachsen sieht die Verteilung der Parteien anders aus. Hier liegt die AfD mit 27 Prozent vorne.

Die Diskussion in der Gesellschaft stärkt die Ränder und nicht die Mitte.

Thomas Feist (CDU), im Interview mit mephisto 97.6

Noch in der Nacht näherten sich die Zahlen der CDU und AfD an. Nun existiert bloß 0,1 Prozentwert Unterschied zwischen ihnen. Die Linke hat in Sachsen die SPD überholt. Mit 16,1 Prozent ist sie die drittstärkste Partei. Wenn es nach den Wählern in Sachsen ginge, dann wären die Grünen nicht in den Bundestag eingezogen.

Im Leipziger Wahlkreis-I-Nord hat der CDU-Direktkandidat Jens Lehmann einen ziemlich klaren Vorsprung erreicht. Er gewinnt mit 27,5 Prozent. Am Wahltag lieferten sich die Direktkandidaten der CDU und der Linken ein enges Rennen. Im Wahlkreis-II-Süd hat letztendlich der Linke-Direktkandidat Sören Pellmann Thomas Feist von der CDU knapp überholt. Pellmann zieht mit 25,3 Prozent in den Bundestag ein.

Wie geht es weiter?

Nun steht die Frage im Raum: Welche Koalition wird die nächsten vier Jahre im Deutschen Bundestag regieren?

Ich persönlich bin kein Fan von Jamaika.

Monika Lazar (die Grünen), im Interview mit mephisto 97.6

Möglichkeiten gibt es viele - Große Koalition, Jamaika-Koalition oder eine Minderheitsregierung.

Unsere gesamte Sendung am 24. September 2017 aus dem Neuen Rathaus können Sie hier nachhören:

 

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