Seebrücke

Sommer der Solidarität

Seenotrettung für Geflüchtete auf dem Mittelmeer wird derzeit stark unterbunden und diskutiert. Leipzigs Bürgerinnen und Bürger gingen letzte Woche auf die Straße, um ein Zeichen für sie zu setzen.
Seebrücke - Frontbanner

Die Demonstration der Seebrücke Bewegung Leipzig startete mit circa 1500 Menschen vor dem Bundesverwaltungsgericht und zog durch die Innenstadt bis zum Augustusplatz. Mit vor Ort waren auch Crewmitglieder der Mission Lifeline, einem Boot, welches Rettungseinsätze vor der lybischen Küste fährt. Das Boot wird wie viele andere seit Anfang Juli auf Malta festgehalten. Völkerrechtlich ist man dazu verpflichtet, Seenotrettung zu leisten.

Seebrücke -  Bewegung mit Perspektive?

Wir fordern Leipzig dazu auf Geflüchtete aufzunehmen und ihnen eine menschenwürdige Perspektive zu garantieren.

Hannah, Aktivisten der Seebrücke Bewegung Leipzig

In Leipzig haben sich die Aktivistinnen und Aktivisten vor rund knapp drei Wochen das erste Mal getroffen. Insgesamt besteht die Seebrücke Bewegung aus einem losen Netzwerk, welches verschiedene europäische Städte wie Barcelona und Berlin umfasst. Auf diese Weise wollen sie von kommunaler und städtischer Ebene ausgehend ihre Forderungen durchsetzen. Diese umfassen unter anderem die Schaffung sicherer Häfen für Geflüchtete, ein Ende der europäischen Abschottungspolitik sowie die Schaffung von Safe Harbours. Städte, die sich als Safe Harbours bezeichnen, erklären sich bereit Geflüchtete aufzunehmen. Die Kritik der Bewegung richtet sich hierbei hauptsächlich gegen die Asylpolitik des deutschen Innenministers Horst Seehofer und den italienischen Innenminister sowie stellvertretenden Ministerpräsidenten Matteo Salvini.

Unser Reporter Leon Holger Switala hat die Demonstration begleitet. Die Reportage zum Nachhören finden Sie hier:

Eine Reportage von Leon Holger Switala.
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Leon Holger Switala
10.08.2018 - 17:48