Ausstellung "Equilibrio"

"So breit wie die Welt ist“

Berit Mücke ist eine Leipziger Malerin und ehemalige Schülerin Neo Rauchs. Ihr Atelier hat sie in der Baumwollspinnerei, ihre aktuelle Ausstellung auf der neuen Messe. Und sie malt Gleichgewichte.
Berit Mücke
Berit Mücke und das "Tor Flügel links"

Sie ist eine leise Frau. Berit Mücke. Mit feinen Gesichtszügen, weichen Augen und einer samtigen Stimme. Aber bestimmt. Ihre Ausstellung „Equilibrio“ ist haarklein geplant, die Bilder mehrmals umgehängt, bis sie tatsächlich den richtigen Platz eingenommen haben und ihre Wirkung entfalten können – immer im Dialog mit dem Betrachter und den anderen Werken. Denn nur so entstehe das Gleichgewicht. Eine Balance, die nie statisch sei, die immer wieder austariert werden müsse, denkt Berit Mücke.

Berit Mücke hat lange Jahre als Schauspielerin auf der Bühne gestanden. Doch dann störte sie die Unwiederbringlichkeit der Worte. Anders als das gesprochene Wort, das, einmal im Raum, so stehen bleibt, seien Bilder immer veränderbar und könnten ganze Zeitspannen und nicht nur Momentaufnahmen abbilden.

In der Malerei geht es um die Verwandlung für mich, dass ich da was hinstellen kann und es ist vor mir und dann kann ich es verwandeln – nach und nach, schichtweise, wie wegnehmen, raufgeben – und mir die Form suchen, wo ich dann wie so eine Art Ideal schaffe. Und das Ideal ist nicht die absolute Schönheit, sondern manchmal eben in der Verzeichnung.

Berit Mücke, Malerin

Die ganze Welt, sagt sie, könne in ihren Bildern auftauchen. Und die zeigen Höhen, Tiefen, Gärten, raue Felsen, abstrakte Chiffren.

Über Gleichgewichte, Malerei, ihre Theatervergangenheit und ihren Lehrer: ein Gespräch mit Berit Mücke.

Interview mit Berit Mücke von Lea Albrecht
Interview mit Berit Mücke

 

 

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Die Ausstellung "Equilibrio" von Berit Mücke ist noch bis zum 14. April im Atrium des Messehauses auf der Leipziger Messe zu beschauen.