Landwirtschaft

Schweinepest und Agrarpolitik

Die Tötung von 80 Prozent der deutschen Wildschweine forderte der sächsische Landesverband auf seiner Pressekonferenz, um so gegen die afrikanische Schweinepest vorzugehen. Es wurde außerdem über die Zukunft der deutschen Agrarpolitik gesprochen.
Schweinestall Schild
In den Schweinestall kommt man nur mit Schutzkleidung rein.

Am 12. Januar gab der sächsische Landesbauernverband eine Jahresauftakt-Pressekonferenz. Es gab zwei Themenschwerpunkte. Zum einen ging es darum, was Sachsens Bauern von der künftigen Bundesregierung mit Blick auf die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union nach 2020 erwarten. Zum anderen wurde über einen möglichen Seuchenausbruch durch die Afrikanische Schweinepest gesprochen. 

Glyphosat Ausstieg

Den von der Großen Koalition geplanten Glyphosat Ausstieg lehnt der Präsident des Landesbauernverbands, Wolfgang Vogel, ab. Die Diskussion um das Pflanzenschutzmittel sei hysterisch geführt worden: Es bedürfe einer Verfachlichung des Diskurses.  

Dass mehr Polemik als Sachlichkeit im Mittelpunkt steht und dass wissenschaftliche Erkenntnisse einfach keine Rolle spielen, das befürchte ich.

Wolfgang Vogel, Präsident des sächsische Landesbauernverband

Angst vor Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest ist bereits in Tschechien und Polen aufgetretten. Darum sind die Sorgen des Landesbauernverbands, um eine Ausbreitung der Seuche in Deutschland, groß.
mephisto 97.6 hat dazu mit dem Präsidenten des Landesbauernverbands gesprochen:

mephisto 97.6: Sie haben jetzt gefordert, 70 Prozent der Wildschweine in Deutschland zu erschießen.

Wolfgang Vogel: Also wir gehen weiter. Wir wollen 80 Prozent töten.

mephisto 97.6: Das scheint erst mal sehr drastisch. Warum denken sie, dass das nötig ist? 

Wolfgang Vogel: Weil die Wildschweinpopulation sich in den zurückliegenden Jahren explosionsartig entwickelt hat. Wenn wir die Bestände auf 20 Prozent zurückführen, dann haben wir eine ganz normale Tierbestandsdichte. 

Das ganze Interview können Sie hier nachhören: 

Ein Interview von Moritz Lünenborg mit Wolfgang Vogel vom Landesbauernverband
 
 

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