Kita-Plätze

Schlechte Qualität in Sachsen?

Eine Studie hat bundesweit die Qualität der Kita-Plätze untersucht. Sachsen schneidet dabei schlecht ab und auch Leipzig erzielt nicht die besten Ergebnisse.
Kita im Stadtbezirk Lindenau
Lieber neue KiTa-Plätze schaffen oder bestehende Spielplätze erhalten?

Die Bertelsmann Stiftung hat eine Studie veröffentlicht, die die Qualität von Kita-Plätzen untersucht und bewertet hat. Anhand des Betreuungsschlüssels wurde die Qualität der Betreuungsstätte festgestellt. Das bedeutet, je mehr Kinder ein Kita-Mitarbeiter betreut, desto schlechter wurden die Einrichtungen bewertet. In Sachsen werden im Schnitt zwischen 13 und 14 Kinder von einem Erzieher betreut. Sachsen belegt somit den letzten Platz in der Studie. Jedoch bleibt fraglich, inwieweit die Studie ein realistisches Abbild der Kita-Plätze darstellt, da die einzige Bezugsgröße der Betreuungsschlüssel ist.

Unterschiede auch innerhalb der einzelnen Bundesländer

Die Studie zeigt auch relativ große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern auf. So kommen in Baden-Württemberg nur sechs bis acht Kinder auf einen Betreuer. Aber die Bundesländer wurden nicht nur untereinander verglichen.Die Bertelmanns-Stiftung hat auch die Qualität innerhalb der Bundesländer unter die Lupe genommen. Dafür wurden die verschiedenen Kreise betrachtet. In Sachsen bleibt der Betreuungsschlüssel relativ konstant auf einem hohen Niveau. Leipzig schließt mit 14 Kindern pro Betreuer in Sachsen jedoch am schlechtesten ab. Aber es gibt auch Bundesländer, die zwischen ihren Kreisen größere Unterschiede aufweisen. Zum Beispiel schneidet in Hessen der Kreis Darmstadt mit acht Kindern pro Betreuer relativ gut ab. Der Kreis Fulda gehört mit zwölf Kindern pro Betreuer eher zu den schlechteren Kreisen.

mephisto 97.6 Redakteurin Peggy Fischer mit weiteren Informationen zur Studie der Bertelmanns-Stiftung:

mephisto 97.6 Redakteurin Peggy Fischer im Gespräch mit Moderator Nico van Capelle.
2808 Kita-Plätze
 

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