Kleine Kulturphilosophie der Geschenke

Schenken, Macht und Politik

Geschenke sind nicht nur was für die Weihnachtszeit. Denn auch im Alltag schenken wir öfter, als wir denken, denn Schenken ist wichtig für den Zusammenhalt von Gemeinschaften. Der Kulturphilosoph Mees van Hulzen forscht dazu an der Uni Leipzig.
Eigentlich sind Geschenke schon was Tolles. Manchmal fragt man sich aber wirklich..

Schenken ist politisch

Schenken ist, vor allem zu Weihnachten, etwas alltägliches. Jeder kauft Geschenke, macht sich Gedanken über Geschenke. Doch Geschenke kommen nicht nur verpackt und mit Schleife daher. Sie spielen auch in den anderen elf Monaten des Jahres eine Rolle.

Gaben als Sozialer Kitt

Zum Beispiel für den Zusammenhalt von Gemeinschaften. Denn Wohltätigkeit, zum Beispiel wenn ein Unternehmen eine öffentliche Essensausgabe finanziert, bringt die Menschen, die dieses Geschenk empfangen, in Abhängigkeit. Ganz anders dagegen in solidarisch organisierten Gemeinschaften, zum Beispiel Kooperativen. Da hier jeder etwas gibt, zum Beispiel Geld, Zeit oder seine Fähigkeiten, sind alle Gebenden untereinander gleich, es werden keine Abhängigkeiten geschaffen.

Zu genau diesen Verhältnissen forscht der Niederländer Mees van Hulzen seit 2017 an der Universität Leipzig. Ihn interessieren die politischen Dimensionen des Schenkens, "Politics of Gift-giving" ist das Thema seiner Doktorarbeit. Lisa Albrecht hat ihn zum Interview getroffen.

Den Beitrag zum Nachhören findet ihr hier:

Lisa Albrecht im Gespräch mit dem Kulturphilosophen Mees van Hulzen
Lisa Albrecht im Gespräch mit dem Kulturphilosophen Mees van Hulzen

Das ungekürzte Interview (auf Englisch) finden Sie hier:

Lisa Albrecht im Gespräch mit dem Kulturphilosophen Mees van Hulzen (ungekürzt, Englisch)
Lisa Albrecht im Gespräch mit dem Kulturphilosophen Mees van Hulzen (ungekürzt, Englisch)
 

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