Blitzmarathon

Sachsen gegen Raserei

Der europaweite Blitzmarathon ist ein Projekt, um Rasern entgegenzuwirken. Am Mittwoch wurde auch in Sachsen vermehrt an unfallbelasteten Orten geblitzt.
Blitzmarathon in Leipzig
An mehr als 120 Standorten in Sachsen wurde am Mittwoch geblitzt

Fünf Prozent der Fahrer zu schnell

In Sachsen wurden am Tag des diesjährigen Blitzmarathons insgesamt 80.000 Fahrzeuge kontrolliert. Davon sind insgesamt rund 4.100 Stück, also 5,1 Prozent, zu schnell gefahren. Im Jahr 2015 lag der Anteil an Fahrern, die zu schnell unterwegs waren, bei 3,6 Prozent. 2016 hatte das Land Sachsen sich nicht an dem Blitzmarathon beteiligt. Laut Aussage des Innenministeriums lag dies vor allem daran, dass zu dem Zeitpunkt viele Polizisten anderweitig eingeplant waren. Dieses Jahr stellte die sächsische Polizei um die 300 Beamten an mehr als 120 Standorten für den Blitzmarathon zur Verfügung.

Blitzmarathon Leipzig
Zusammenfassung des Blitzmarathons in Leipzig

Gerade in Leipzig hat vor Allem ein Fall für Aufsehen gesorgt. Ein Mann fuhr mit 140 km/h durch eine Zone mit einer 50 km/h-Begrenzung. Nun drohen ihm fast 700 € Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.

Reaktionen sind unterschiedlich

Die Reaktionen rund um den Blitzmarathon fielen sehr verschieden aus. Das Innenministerium ist sich zwar bewusst, dass man verantwortungslose Fahrer damit nicht so einfach bekehren könne, allerdings erfreut sich ihrer Aussage nach der Blitzmarathon großer medialer Beachtung und wird so noch lange im Gedächtnis der Bürger bleiben. Die Linke hingegen bezeichnet den Blitzmarathon als „Eintagsfliege“ und kritisiert gerade diese mediale Präsenz. Ihrer Aussage nach ist die Verkehrsüberwachung an allen anderen Tagen des Jahres mangelhaft.

mephisto 97.6-Redakteur Linus-Benedikt Zosel erklärt im Studiogespräch, was am Tag des Blitzmarathons alles passiert ist:

Linus-Benedikt Zosel im Studiogespräch mit Birgit Raddatz
2004 SG Blitzmarathon

 

 

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Linus-Benedikt Zosel
20.04.2017 - 22:23