Männertag

Ruhiger als die Jahre zuvor

Bollerwagen, laute Musik und jede Menge Bier. Das ist die Grundausstattung für jede Männertagsgruppe. Aber vor allem der Alkohol führt auch immer wieder dazu, dass Männertagstouren eskalieren. Eine Bilanz.
Eine einsame Bierflasche
Eine einsame Bierflasche

Den größten Vorfall am Feiertag verursachten rund 40 Männer, die in Reudnitz randalierten. Laut Polizei warfen sie mit Steinen auf vorbeifahrende Autos und zerschlugen Scheiben von Haltestellenhäuschen. Als dann die Polizei anrückte, flohen die Männer in eine Straßenbahn. Dort randalierten sie weiter und nahmen unter anderem Notfallhämmer an sich. Die Polizei stoppte die Bahn mit einem Großaufgebot und nahm die Personalien der Männer auf. Gegen die Gruppe wird nun wegen schwerer Sachbeschädigung ermittelt.

Böller reißt drei Finger ab

In Delitzsch kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen, bei der auch ein Böller flog. Dieser landete einem 35-Jährigen vor den Füßen. Dieser hob den Böller auf, um ihn zurückzuwerfen, als er in der Hand explodierte. Der Mann musste im Krankenhaus behandelt werden. Laut Polizei waren drei Finger des Mannes nicht mehr zu retten.

Kein Trend zu mehr Straftaten

Birgit Höhn von der Polizei Leipzig verzeichnet im Vergleich zu den Vorjahren keinen Anstieg an Straftaten. Allerdings sei auch kein Abwärtstrend erkennbar.

Es gab in den Jahren zuvor schon Einsätze, die eine viel größere Anzahl an Beamten erfordert haben. Da war es in diesem Jahr schon ziemlich ruhig.

Birgit Höhn, Polizei Leipzig

In diesem Jahr habe es laut Polizei etwa 50 Anzeigen wegen Körperverletzung und einige wenige wegen Beleidigung gegeben. Die Polizei sei aber gut vorbereitet gewesen und habe auf Hinweise, wie zum Beispiel bei dem Straßenbahnvorfall, schnell reagiert.

Die Bilanz gibt es hier noch einmal zum Nachhören:

Ein Beitrag von Michael Buchweitz.
2605 SG Männertag
 

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Michael Buchweitz
26.05.2017 - 20:02