Konzertbericht: Lord Huron

Rote Rosen und Rockstar Moves

Letzte Woche besuchte die Indie/Folk Band Lord Huron zum ersten Mal Leipzig. Ihr Konzert im Werk2 hatte eine reichliche Vielfalt von außergewöhnlichen Instrumenten, wie das Theremin, bis hin zu fliegenden roten Rosen und Rockstar Tanzmoves.
Lord Huron im Werk2, Leipzig
Lord Huron im Werk2, Leipzig

Sanfte Sounds

Die aus Argentinien stammende Sängerin Malena Zavala eröffnete mit ihrer sanften Stimme und Indie/Alternative Beats den Abend. Mit ihren Liedern brachte sie das Publikum immer mehr zum Tanzen. Ihr verträumter Sound, gemischt mit ihrer klaren Stimme und herzerwärmenden Texte, waren der perfekte ‚Opener‘ für Lord Huron.

Ununterbrochen

Als dann Lord Huron die Bühne betrat, wurde diese in einem ausdrucksstarken gift-grün beleuchtet. Der Frontsänger Ben Schneider hatte das Publikum schon vom ersten Lied an gefesselt. Sie spielten ununterbrochen einen Song nach dem anderen und brachten somit das Publikum zum Tanzen und Singen. Er schafft es immer wieder die perfekte Mischung aus Country/Folk und Indie/Rock zu kreieren. Schneider redete kaum mit dem Publikum da er, wie er selbst am Anfang des Konzertes gesagt hatte, so viele Songs wie möglich spielen wollte. Die Lieder gingen ‚Ton in Ton‘ von einem in den nächsten Song über, sodass man kaum merkte, wann ein neuer Song anfing.

Rockstars mit außergewöhnlichen Instrumenten

Sie verbreiteten eine tolle Energie auf der Bühne und Schneider rockte zu jedem Song richtig ab. Der Gitarrist spielte das Theremin, das einzige Musikinstrument, das berührungslos gespielt wird und dabei direkte Töne erzeugt. Die elektrische Kapazität des menschlichen Körpers beeinflusst ein elektromagnetisches Feld. Die sich ändernde Schwingung des Feldes wird verstärkt und erzeugt einen außergewöhnlichen elektrischen Sound, welcher das Publikum faszinierte.

Rote Rosen

Sie spielten fast zwei Stunden durch und Schneider schmiss zum Ende der Show rote Plastik Rosen ins Publikum. Es gab ein langes Drumsolo als ‚Outro‘ und alle rockten nochmal zusammen auf der Bühne, bevor sie sich endgültig für den Abend verabschiedeten und Schneider sein Gitarren Plektrum in das Publikum warf, welches dann ein glücklicher Fan auffing.

 

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