Tag zur Erhaltung der Biodiversität

Rote Pandas in Leipzigs Zoo ziehen um

Putzig, tapsig, knuffig. Wie sonst könnte man den Nepalesischen Roten Panda beschreiben? Doch die kleinen Kerlchen gelten als stark gefährdet. Zum Glück für die Pandas engagieren sich unter anderem der Zoo Leipzig und der WWF für ihren Fortbestand.
Der Nepalesische Rote Panda
Der Nepalesische Rote Panda

Bereits im Sommer dieses Jahres sollen die Roten Pandas in die neue Hochgebirgslandschaft "Himalaya" umziehen. Damit leistet der Zoo Leipzig seinen Beitrag zur Erhaltung der gefährdeten Spezies. Zurzeit sind zwei Tiere in Leipzig vorhanden. Pläne zur Ausweitung des lokalen Bestandes werden verschoben, bis das neue Areal fertiggestellt wurde.

Die Hochgebirgslandschaft wird sich im Gondwanaland des Zoos befinden und soll ebenfalls das Zuhause der Schneeleoparden werden.

Leipziger since 1911

Die ersten Vertreter des Nepalesischen Roten Pandas kamen bereits 1911 nach Leipzig. Seitdem wurden 15 weitere Tiere hier geboren. Somit leistet der Zoo schon seit über 100 Jahren einen Beitrag zur Arterhaltung des Pandas. Die kleinen Fellknäule sind zwar Raubtiere, ernähren sich aber hauptsächlich vegetarisch. Deshalb werden die überwegend mit Süßem, wie Grießbrei, weichem Obst und Bambus gefüttert. Insgesamt können Rote Pandas stolze 19 Jahre alt werden.

Auch der WWF hilft

Seit 2008 unterstützt der WWF seinen Kollegen in Shikkim (Indien). Bei dem Projekt leisten sie unter anderem Überzeugungsarbeit bei der Bevölkerung, damit diese effizienter mit ihren Brennöfen umgehen. Ebenfalls werden Wildhüter eingesetzt. Diese sorgen dafür, dass möglichst viele Tiere am Leben bleiben.

Der Tourismus in der Heimat der Roten Pandas stellt ebenfalls ein großen Problem für die Tiere dar. Zwar bringt dieser viele Einnahmen und ruft Jobs hervor, aber durch den Tourismus werden auch große Umweltprobleme hervorgerufen. Der WWF versucht sich für einen nachhaltigen Tourismus einzusätzen.

Vom Menschen verdrängt

Die natürlichen Feinde des Pandas sind Schneeleoparden und Gelbhalsmarder. Als gefährdet gelten sie jedoch, da der Mensch sie aus ihrem Lebensraum drängt bzw. diesen zerstört. Der Lebensraum wird für Brennholz, Baumaterial, Weiden und Felder genutzt. Laut WWF sind in freier Wildbahn nur noch 10.000 von ihnen vorhanden.

Sie sind nicht die einzige Spezies, die von Menschen verdrängt werden. Die Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN steigt jedes Jahr um mehrere Arten an. Mittlerweile gelten 23.928 Tier- und Pflanzenarten als gefährdet. Das ist ungefähr ein Drittel aller erfassten Tier- und Pflanzenarten. Auf der Liste stehen unter anderem der Leopard, der Afrikanische Elefant und der Weißrückengeier.

mephisto 97.6 Redakteur Markus Mertens sprach über das Thema mit Umweltforscher Dr. Carsten Neßhöver vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ):

Ein Beitrag von Markus Mertens
2205 SG Markus Mertens Artenvielfalt
 

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Philip Fiedler, Pia Ebeling
22.05.2017 - 21:18
  Wissen

Weitere Informationen zu dem Nepalesischen Roten Panda finden Sie auf der Website des WWF.