Hochschulkürzungen

R.I.P. Volluni Leipzig

Die Debatte um die Kürzungen an der Universität Leipzig reißen nicht ab. Heute haben Studenten der betroffenen Institute auf dem Augustusplatz demonstriert. Die Spruchbänder und Vorträge fordern eines deutlich: die Rücknahme der Kürzungen.
Die Studenten der Archäologie verkleiden sich als antike Helden und protestieren für ihr Institut

Die Kürzungen an der Universität Leipzig sind beschlossene Sache. Seit nun mehr sechs Wochen beschäftigt ganz Sachsen eine Diskussion über die Einsparungen an Universitäten. Heute haben deswegen die Studenten der betroffenen Institute auf dem Augustusplatz demonstriert. Mehr als 40 Menschen nahmen an der Protestaktion teil. Rückendeckung hatten sie von den Dozenten und Professoren der Institute, die größtenteils sogar selbst anwesend waren. Höhepunkt des Protests war neben den anheizenden  Reden, vor allem die Präsentation der großen Spruchbänder, die nun aus den Fenstern des Ägyptologischen Institutes in der Goethestraße hängen. Besonders auffällig dabei waren Gladiatoren mit Spruchbändern – die Studenten des Archäolgischen Instituts verkleideten sich als Helden aus der Antike, um für den Erhalt ihres Institutes zu kämpfen. Dabei teilten sie ihre klare Meinung zu den Kürzungen lautstark mit. 

Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut

Das war das Motto der Demonstration. Es wendet sich an die Landesregierung, ganz speziell aber auch an das Rektorat der Universität Leipzig. Das hatte Anfang des Jahres die Kürzungen und Schließungen verkündet – zum Leid der Betroffenen völlig unerwartet. Nun fordern die Studenten, die Fachschaftsräte, der Stura und die Mitarbeiter der Institute eine Rücknahme der Kürzungen. Gerade die kleinen Fächer zeichnen die Uni in Leipzig aus. Das bunte Angebot der Studienfächer lockt jährlich viele tausende Studenten in die Stadt. Die Streichungen der kleinen Fächer, um bessere Bedingungen für die großen Studiengänge wie Lehramt und Wirtschaftswissenschaften zu schaffen, setzen die Zukunft als Volluniversität aufs Spiel.

 

Über den Protest der Studenten heute auf dem Augustusplatz sprach Moderatorin Karo Dörner mit Reporterin Julia Grünwald
Protest Archäologie

 

Das Institut für klassische Archäologie besteht noch bis 2017. Dann läuft die Professur von Herrn Hans-Ulrich Cain aus. Dieser ist nicht nur der Leiter des Institutes sondern auch Direktor des angeschlossenen Antikenmuseums. Wenn das Institut geschlossen wird, ist auch die Zukunft des Museums ungewiss. Prof. Dr. Cain zu Folge ist das Bestehen des Museums mit dem Institut verbunden. Seit seiner Entstehung gehöre es dazu. Das Antikenmuseum wird betreut durch ihn und seine Studenten. Eine konkrete Aussage über den Erhalt des Museums habe das Rektorat bislang nicht getroffen.

 

Die Spruchbänder der Institute richten sich an die Landesregierug und das Rektorat der Uni Leipzig
 

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