Sächsische Justiz

Richtermangel an Verwaltungsgerichten

Die sächsischen Verwaltungsgerichte kommen mit ihrer Arbeit nicht mehr hinterher. Grund dafür ist ein Richtermangel. Jetzt sollen Richter auf Probezeit eingestellt werden, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken.
Bundesverwaltungsgericht Leipzig
Neue Richter für die Verwaltungsgerichte in Sachsen

 

Sachsens Richter an den Verwaltungsgerichten sollen entlastet werden. Das fordert Justizminister Sebastian Gemkow, der durch die Einstellung von 14 Richtern auf Probezeit versuchen will, die aktuelle Lage an den Gerichten zu verbessern. Dadurch sollen auch lange Verfahrenszeiten verhindert werden. Schon vor zwei Jahren hatte er 28 Richter berufen, die an den Verwaltungsgerichten in Chemnitz, Dresden und Leipzig arbeiten. Jedoch habe das nicht geholfen, da die Zahlen immer weiter gestiegen seien.

Auf Probezeit statt auf Lebenszeit

Da Richter ihre Position auf Lebenszeit einnehmen, können diese auch nicht einfach versetzt werden. Diesem Problem will Justizminister Gemkow entgegenwirken, indem er junge Juristen einstellt. Diese arbeiten jedoch zunächst nur auf Probezeit. Das heißt, sie werden noch nicht zum Richter auf Lebenszeit ernannt. Dadurch kann das Justizministerium die Juristen dort einsetzen, wo sie gerade benötigt werden.

mephisto 97.6-Redakteurin Peggy Fischer mit den Informationen zu dem Richtermangel an den sächsischen Verwaltungsgerichten:

mephisto 97.6-Redakteurin Pegy Fischer mit den Informationen zu dem Richtermangel an den sächsischen Verwaltungsgerichten
 

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