Sonnenbrand

Quarkwickel oder doch Kopfsalat?

Sonnencreme klebt auf der Haut und brigt einen zum Schwitzen. Doch sie ist essenziell, wenn man auf Sonnenbrand verzichten möchte. Falls man das nicht tut, helfen im Anschluss diverse Hausmittel.
Sonnenbrand
Bei Sonnenbrand können sogar Blasen entstehen.

Anmod. Draußen ist es heiß – sehr heiß. Gestern hatte es über 30 Grad, heute war es nochmal genauso heiß. Bei solchen Temperaturen ist der Cossi natürlich voll mit Menschen - alle wollen ein bisschen Sonne tanken. Leider gibt’s dort aber nicht wirklich viel Schatten. Da muss man sich schon einen Schirm mitnehmen. Wenn man keinen hat gibt’s nur noch die Wahl den Tag in der prallen Sonne zu verbringen. Da braucht man sich nicht wundern, wenn man am Ende einen fetten Sonnenbrand hat. Alle wichtigen Fragen und Antworten zu diesem Thema haben wir mal für Sie zusammengestellt.

Was genau ist ein Sonnenbrand eigentlich?

Sonnenbrand ist eine Entzündung der Haut. Die macht sich durch Rötungen oder sogar Blasen auf der Haut sichtbar. Ursache dafür ist zu viel UV-Strahlung: Dabei kommt es nicht darauf an, ob diese von der Sonne oder einer künstlichen Strahlungsquelle kommt. Nach einem sehr starken Sonnenbrand können sogar Narben zurückbleiben. Je öfter man einen Sonnenbrand hat, desto tückischer wird es: Das erhöht nämlich das Risiko von Hautkrebs.

Gibt es Menschen, die besonders anfällig für einen Sonnenbrand sind?

Menschen mit besonders heller Haut bekommen schneller einen Sonnenbrand als Menschen mit dunklerer Haut. Ungeschützt können sich helle Hauttypen nur circa fünf Minuten in der Sonne aufhalten. Die Devise ist hier: Sonnencreme, Sonnencreme und noch mehr Sonnencreme!

Wichtig ist also die Prävention.

Wie kann man sich denn im Vorfeld am besten vor einem Sonnenbrand schützen?

Man sollte sich am besten erst gar nicht ungeschützt in der Sonne aufhalten. Sondern einfach mit Sonnencreme eincremen. Die sollte natürlich auch den entsprechenden Lichtschutzfaktor haben. Beim Eincremen darf man auch Stellen wie den Fußrücken oder die Ohren nicht vergessen. An die denkt man zwar normalerweise nicht oft, wenn man sie vergisst, riskiert man aber schnell einen Sonnenbrand. Mittags sollte man sich außerdem am besten im Schatten aufhalten. Dann ist die UV-Strahlung nämlich am intensivsten.

Und Vorsicht im Wasser! Viele Menschen denken, dass das kühle Nass vor der Sonne schützt – aber das stimmt nicht. Denn Teile der UV-Strahlung dringen auch unter das Wasser und können so die Haut schädigen.

Was tun, wenn man sich verbrannt hat?

Ein besonders schwerer Sonnenbrand muss manchmal im Krankenhaus behandelt werden. Bei einem mittelschweren Sonnenbrand mit Bläschenbildung hilft der Gang zum Arzt. Dort werden die Bläschen fachgerecht aufgestochen: So kann die Flüssigkeit entweichen und die Haut schneller heilen. Selbst sollte man das allerdings nie machen. Bei einem leichten Sonnenbrand genügt es auch oft, die betroffenen Stellen zu kühlen. Dafür gibt es Aloe Vera Lotionen oder kühlende Gels, die man auftragen kann.   

Gibt es da auch irgendwelche Hausmittelchen?

Da gibt’s zum Beispiel Quarkwickel. Dafür soll man Quark mit ein bisschen Buttermilch mischen und das Ganze auf einem Leinentuch verteilen. Dann wird der Wickel für etwa 30 Minuten um den Sonnenbrand gelegt.

Ein weiteres Hausmittel ist Vitamin E und C. Die wirken entzündungshemmend. Außerdem fördern die Vitamine den Wiederaufbau von beschädigten Hautzellen. Aspirin hat eine ähnliche Wirkung.

Schmeißen Sie ihren Kopfsalat nicht auf den Komposthaufen. Denn auch dafür gibt es eine Anti-Sonnenbrand-Verwendung: Einfach die Blätter des Kopfsalats in siedendes Wasser geben und etwa fünf Minuten kochen lassen. Dann die Blätter wieder rausnehmen und den verbleibenden Sud auskühlen lassen. Dann den Sud einfach mit einem Wattebausch auf den Sonnenbrand tupfen. Das soll kühlen und die Schmerzen lindern.

Den Beitrag von mephisto 97.6 Redakteurin Peggy Fischer können Sie hier nachhören:

Ein Beitrag von Peggy Fischer
2905_Est_Peggy_Sonnenbrand
 

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Pia Ebeling
30.05.2017 - 12:15
  Wissen