Braunkohlerevier

Proteste gehen in die nächste Runde

Erneut demonstrierten die Bewohner von Pödelwitz zusammen mit Greenpeace-Aktivisten und der Bürgerinitiative Pro Pödelwitz gegen die drohende Umsiedlung der Bevölkerung aus dem Leipziger Südraum.
Ein Braunkohlebagger
Ein Braunkohlebagger in der Lausitz - so könnte es auch bald in Pödelwitz aussehen.

Hintergrund ist eine geplante Erweiterung eines in der Nähe befindlichen Braunkohletagebaus.
Nun wurde in dem rund 700 Jahre alten Dorf aus Protest eine Solidaritätsaktion gestartet.

Dabei wurden deutschlandweit 1.000 Wimpel beschriftet, von Dörfern, die sich aus Solidarität stark machen für eine Unterstützung der Bürgerinitiative Pro Pödelwitz. Und diese Wimpel haben wir dann auf einer Leine quer durchs Dorf gespannt.

Jens Hausner, Bürgerinitiative Pro Pödelwitz

Ziel der Protestaktion ist, dass Pödelwitz bestehen bleibt und nicht dem Tagebau weichen muss.

Die meisten der Bewohner haben sich nach langen Überlegungen aber bereits vor Jahren schon dazu entschieden, zugunsten des Tagebaus in die nahegelegene Gemeinde Groitzsch umzuziehen, so Andreas Berkner vom Regionalen Planungsverband Westsachsen.

So sind bereits mehr als 100 von den vorher 142 in Pödelwitz lebenden Menschen umgezogen. Die Übrigen haben sich in der Bürgerinitiative Pro Pödelwitz zusammengeschlossen und wollen dort auch bleiben.  

Das ging dann soweit, dass ein konkreter Umsiedlungsvertrag ausgehandelt worden ist. Und parallel dazu ist dann auch der neue Standort in Groitzsch, am sogenannten Schiefen Weg entwickelt worden.

Andreas Berkner, Regionaler Planungsverband Westsachsen

Weitere Informationen zum Thema hören Sie in dem Beitrag von mephisto 97.6 Redakteurin Peggy Fischer:

Ein Beitrag von mephisto 97.6 Redakteurin Peggy Fischer.
 
 

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Max Birnbaum
11.09.2017 - 20:11