GameCheck: Far: Lone Sails

Postapokalypse trifft auf Steampunk

Das die Postapokalypse nicht immer nur brutal und anarchistisch sein muss, beweist das Spiel "Far: Lone Sails". Doch kann das kleine Indie-Game auch mit anderer spannender Handlung überzeugen?
Far: Lone Sails Dampfmaschine mit Segel
In Far: Lone Sails fährt bzw. segelt – wie der Name schin sagt – durch eine einsame Landschaft

Die Postapokalypse lädt Videospielentwickler immer wieder dazu ein, neue Geschichten, neue Endzeitszenarien und somit auch neue Spiele zu entwickeln. Diese popkulturelle Postapokylspe kann man dann in zwei Gruppen einteilen: die brutalen Endzeitkriegsspiele oder die Ruhigen, Einsamen, bei dem der Spieler fast der einzige Überlebende ist. Ein Fall der ruhigen Postapokalypse ist das Indie-Game „Far: Lone Sails“.

Den vollständigen Beiträg gibt es auch zum Nachhören. Moderatorin Sophie Rauch ist im Gespräch mit GameTech-Redaktueurin Conny Poltersdorf:

Moderatorin Sophie Rauch im Gespräch mit Redakteurin Conny Poltersdorf
 

Fahren statt segeln

"Lone Sails" ist ein Plattformer. Das heißt, die Spieler spielen die ganze Zeit in horizontaler Seitenansicht. Mithilfe der Pfeiltasten wir eine kleine Figur durch eine Steam-Punk-Welt gesteuert. Da diese Welt ziemlich weiträumig ist, ist es ganz passend, dass die Figur nach kurzem auf eine Dampfmaschine trifft. Diese schwimmt allerdings nicht, sondern fährt. Entweder durch Material was auf dem Boden zu finden ist und verbrannt wird, oder durch eine Segel-Erweiterung die im Laufe des Spiels auftaucht.

Abenteuer Grafik

Ein Highlight des Spieles ist die Grafik. Die Spieler fahren druch eine einsame Landschaft voller alter und kaputte Booten, U-Booten, Windrädern oder Städten. Diese "Landschaft" ist es auch, die einen auf seiner Reise ins Ungewissen, in regelmäßigen Abständen aufhalten. Zum Beispiel muss ein kaputtes Hebewerk repariert werden, oder ein altes Tor geöffnet werden. Diese Rätsel sind einfach und schnell durch einfaches klicken verschiedener Knöpfe und verschieben von Materialien zu erreichen. Als Belohnung erhält der Spieler dann Erweiterungen für die Dampfmaschine. Bei "Far: Lone Sails" kommt dadurch leider Story und Abwechslung zu kurz.

2 Stunden Entspannung

Dadurch, dass das Spielprinzip recht einfach ist, allerdings die Grafik nett anzuschauen ist und der Soundtrack passt, kann man in den zwei Stunden Spielzeit gut abschalten. Das Spiel ist etwas für Spontankäufer und Unterstützer von gut gemachten Indie-Games. Ob die fehlende Handlung allerdings seinen Spielpreis trotzdem Wert ist, muss jeder für sich selber wissen und herausfinden. 

 

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Conny Poltersdorf
07.08.2018 - 11:24
  Games

Far: Lone Sails

Entwickler: Okomotive

Publisher: Mixtvision

Plattformen: PC, Mac - geplant 2018 für XBox, PS4

Kosten: 14,99€