Landtagswahl 2019

Porträt: Kristin Franke, FDP

Kristin Franke kandidiert im Leipziger Norden für den Landtag. Ihre Schwerpunkte: Bildung, nachhaltige Sicherung von Arbeitsplätzen und Sozialpolitik. Im Interview erzählt die Kinderbuchautorin mehr über ihre Wahlvorhaben.
Kristin Franke von der FDP Leipzig
Kristin Franke von der FDP kandidiert für den sächsischen Landtag.
Am frühen Morgen treffe ich Kristin Franke in ihrem Büro im Leipziger Norden. Im Gebäude befindet sich auch ihr Verlag. Dort werden Kinderbücher vertrieben, die Franke selbst schreibt und illustriert.

Die Politikerin hat den größten Teil ihres Lebens in Sachsen verbracht und für Sie ist Sachsen auch ihre Heimat. Sie ist in Kamenz aufgewachsen, hat Germanistik und Philosophie an der TU Dresden studiert und ist 2007 wegen ihrer Arbeit nach Leipzig gezogen.

Hier fühle ich mich einfach verbunden, ich komme mit den Menschen gut klar. Ich mag die Menschen hier, auch im ländlichen Raum. Auch wenn viele sagen, sie sind verschroben. Für mich sind sie es nicht. Sie sind besonders.

Kristin Franke (FDP)

Neue Themen auf Frankes Agenda

Als Mutter für drei Kinder möchte Franke sich auch politisch vorwiegend mit der Bildung und der Jugendarbeit beschäftigen. In Sachsen sehe Sie einen besonders großen Bedarf dafür, vor Allem wegen der hohen Schulabbrecherquote. Daher hat Sie klare Verbesserungsvorschläge und Ziele:

Wir haben in Leipzig zwei Kitas, die nicht öffnen können, weil die Erzieher fehlen. Das heißt, wir müssen den Beruf oder die Ausbildung dafür reformieren. Wir haben so wenig Lehrer und müssen dafür sorgen, dass sie Zeit haben, sich während ihres Berufslebens weiterzubilden. Wir brauchen mehr Sozialarbeiter.

Kristin Franke (FDP)

Franke möchte auch mit einem Thema, das man normalerweise nicht mit ihrer Partei assoziiert, punkten: Sozialpolitik. Sie finde es bedauerlich, dass Sozialpolitik in ihrer Partei nicht die größte Rolle gespielt habe. 

Ich finde das ganz sich ruhig ändern. Gerade bei uns in der Partei. Wir sind berufstätig und viele von uns haben den Sprung in die Selbstständigkeit geschafft. Viele von uns haben auch Kinder, sodass wir eigentlich an diesen Themen ganz nah daran sind.

Kristin Franke (FDP)

Bessere Aussichten für die Landtagswahl

An die letzte Landtagswahl in Sachsen wird sich die FDP wahrscheinlich nur ungern zurückerinnern. Die Partei verlor mehr als die Hälfte ihrer Wähler und Wählerinnen und flog aus dem Landtag. Franke ist jedoch erst seit knapp zwei Jahren Mitglied der FDP und will sich lieber mehr auf die künftige Arbeit in der Politik fokussieren. Sie sieht ihre Partei für die kommende Wahl besser aufgestellt: 

Klar muss man auswerten, was falsch gelaufen ist. Aber ich schaue jetzt nach vorne. Wir haben tolle Kandidaten, die wirklich fest mit beiden Beinen im Leben stehen. Sie sind nah dran an allen Themen, die wir lösen müssen. Insofern sind unsere Aussichten dieses Jahr ganz gut.

Kristin Franke (FDP)

Der Wahlkampfstand hat Priorität

Über 50.000 Menschen folgen Frankes Autorenprofil auf Facebook. Franke pflegt Ihre Präsenz auf den sozialen Medien seit drei Jahren, damit begründet Sie die hohe Follower-Zahl. Die Frage bleibt, ob Sie diese große Anhängerschaft für Wahlwerbung nutzen möchte.

Ich habe auch ein politisches Profil. Da investiere ich nicht so viel Geld aber doch Zeit. Ich finde, dass Social Media gerade in diesem Jahr wichtig ist für die Landtagswahl. Es ist für mich immer noch das Wichtigste den direkten persönlichen Kontakt zu den Menschen zu haben. Den habe ich am Wahlkampfstand. Da ist auch Zeit für Gespräche. Da gibt’s auch weniger Missverständnisse.

Kristin Franke (FDP)

Fünf Fragen an Kristin Franke:

 

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