Demokratie

Politik-Speed-Dating in der Straßenbahn

Leipzig, wie sieht deine Zukunft in Europa aus? Dieser Frage wollen Leipzigs Bürgerinnen und Bürger während einer Straßenbahnfahrt auf den Grund gehen. Die Veranstaltung findet im Rahmen „Jahr der Demokratie 2018“ statt.
Die Straßenbahn zum "Jahr der Demokratie"

Gemeinsam mit der Bundesregierung will der Volkhochschulverband mit Hilfe der "Demokratiestraßenbahn" die politische Bildung fördern. Die Zeit während der Straßenbahnfahrt soll dabei intensiv zur Diskussion genutzt werden.

Wer sich darauf einlässt, lässt sich natürlich auch auf eine bestimmte Arbeitssequenz ein, die etwa zwei Stunden gehen wird. Das heißt wir sind keine Straßenbahn nach dem Hoppingprinzip, wo man rein und wieder raus kann und wo man mal irgendein Statement zum Besten gibt und dann wieder rausgeht. Wir wollen das Ganze ein Stückchen tiefgründiger.

Beate Tischer, Volkshochschule Leipzig

Bis zum Bundeskanzleramt

Die Volkshochschule erwartet in der Straßenbahn ungefähr 60 Teilnehmende. Alle Mitfahrenden sollen sich dann zu den vorgegebenen Themen äußern. Die Themenschwerpunkte wurden von der Initiativgruppe „die Quernetzer“ gemeinsam mit der Volkhochschule erarbeitet.  Schwerpunkte sind unter anderem steigende Mieten, Gentrifizierung und die Stadtgestaltung bis zum Jahr 2050. Die Ergebnisse der Straßenbahnfahrt werden dann aufgenommen und ausgewertet. Die Diskussionsresultate sind schließlich auch für die Politik von Bedeutung.

Bei uns ist es so, dass die Arbeitsergebnisse dann zum Bundeskanzleramt gehen aber nicht nur dort hin, sondern auch zur Stadt, zum Stadtrat in die einzelnen Fraktionen, denn die Stadträte haben sich ja sehr dafür engagiert, das Jahr der Demokratie auszurufen. Aus jeder der einzelnen Fraktionen ist da eine Stadträtin, ein Stadtrat dabei gewesen und auch diese sind eingeladen.

Beate Tischer, Volkshochschule Leipzig

Horizont erweitern

Die Erwartungen an die Veranstaltung sind dabei deutlich. Es soll offen über Probleme geredet und diskutiert werden. Dabei sollen sich auch gute Chancen für die Stadt ergeben:

Also ich persönlich wäre sehr glücklich, wenn die Menschen die heute Abend kommen wieder nach Hause gehen und sagen, ich habe heute etwas gedacht, was ich noch nie gedacht habe. Deswegen auch der lange Horizont bis 2050. Also etwas, das nicht in den nächsten 5 Jahren dran ist, sondern mal wirklich den größeren Wurf zu wagen. Mal etwas zu denken, was ich noch nie gedacht habe.

Beate Tischer, Volkshochschule Leipzig

Leipzigs Bürgerinnen und Bürger können mit diesem neuen Format auf die Zukunft der Stadt einwirken. Bis 2050 wird neben neuen Möglichkeiten dabei auch viel Arbeit hinzu zu kommen.

 

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