Konzertbericht - Blessthefall

Please Take This The Wrong Way

Am späten Montagabend des 11. Junis konnte das NAUMANNs froh sein, dass ihre Bilder noch allesamt an der Wand hingen. Hier hat nämlich die Metalcore Band blessthefall gespielt. Mit dabei hatten sie außerdem die Band shvpes.
blessthefall spielen im Naumanns
blessthefall legen los!

Beginn

Pünktlich um 20 Uhr geht es mit der Vorband shvpes los. Ohne jede Erwartung wurde ich hier zunächst sehr positiv überrascht. Die Band bringt viel Energie – auch wenn der Sänger etwas unnötig durch's Publikum rennt und alle zum moshen schubst – und macht eine interessante Genre-Mischung aus Nu-Metal (sprich: Rap und Metal) und Hardcore. Die Band nutzt nicht nur die Bühne, sondern direkt mal den kompletten Raum, inklusive Kletter-Darbietung. Etwas unsympathisch macht sie mir allerdings die wiederholte Ansage, dass Alle, die nicht moshen, tot wären. 
Nach einer knappen halben Stunde beenden sie ihr Set und nach einer kurzen Pause geht es dann weiter mit blessthefall.

Shvpes auf der Bühne des Naumanns
 

Show

Die bringen von der ersten Sekunde an ein unfassbares Maß an Energie. Das Publikum reagiert mit entsprechender Stimmung und mit wenigen Atempausen geht es schnell von einem Song zum Nächsten. Dabei spielen sie sowohl die etwas elektronischer angehauchten und stärker Gesangs-dominierten Songs des neuen Albums "Hard Feelings" als auch einige der alten Songs, die vor allem durch die Metalcore typische double base und klassische breakdowns wiederzuerkennen sind. Das Publikum nimmt jede Songwahl mit einem hohen Maß an Begeisterung auf, was durch den immer wieder entstehenden Moshpit und die darum tanzenden und sich bewegenden Menschen zu erkennen ist. Außerdem scheinen viele textsichere Fans anwesend zu sein. Zur Mitte der Show hin spielen sie mein persönliches Highlight des Abends "Sleepless in Phoenix". Der Song ist ungewohnt langsam und soft und könnte somit fast schon als die Ballade der Band durchgehen. Textlich und gesangstechnisch ist es ein relativ prototypischer Emocore-Song. Zum Ende der Show hin wählt die Band wieder schnellere Songs und versuchen, sämtliche Fans im Publikum zu High-Fiven. Nach etwa 45 Minuten, in denen zu keiner Sekunde auch nur ein Hauch der beschriebenen Energie abfällt beendet die Band ihren Auftritt. Sänger Beau Bokan bleibt aber noch am Bühnenrand und unterhält sich mit einigen Fans. 

blessthefall auf der Bühne
 

Fazit

Blessthefall hätten sehr gerne auch doppelt so lange spielen können. Es ist natürlich aber verständlich, dass man die Art von Musik und Tempo nicht unbegrenzt durchhalten kann. Schade ist trotzdem, dass sie auf die "One More Song"-Rufe des Publikums nicht reagieren und sich ohne Zugaben verabschieden. Diese Beschwerde ist natürlich aber auch nur eine Art zu sagen, dass es ein sehr gutes Konzert war. Für Fans von blessthefall oder allgemein Metalcore hat der Abend eben genau das geboten, was man sich wünschen würde. 

 

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