Gesundheit

Pflegedialog in Leipzig

Die sächsische Gesundheitsministerin Barbara Klepsch ist nach Leipzig gekommen, um ein öffentliches Gespräch mit Einheimischen und Pflegenden über das Wesen der Pflege zu führen.
Gesundheitsministerin Barbara Klepsch bei dem Pflegedialog in Plagwitz
Gesundheitsministerin Barbara Klepsch bei dem Pflegedialog in Plagwitz

Es ist nichts Neues mehr, dass die Gesellschaft altert, und Begriffe wie der demografische Wandel sind mittlerweile allgegenwärtig. Im Zusammenhang damit kommt auch schnell das Thema Pflege auf. Viele Menschen, sowohl alte als auch junge, haben Fragen zu ihrer eigenen Pflege oder zur Entwicklung ihres Pflegeberufs. Aus dem Grund sind in Sachsen 13 sogenannte Pflegedialoge geplant.

Die Pflegedialoge

Pflegedialoge bezeichnen einen offenen Raum für Fragen und Austausch und sind an das Konzept von Bürgerdialogen angelehnt, wie wir sie aus dem letzten Jahr mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kennen. Dabei ist das Ziel, auf regionale und lokale Besonderheiten in der Pflege aufmerksam zu machen. Außerdem bieten sie die Möglichkeit an, einen Diskurs zwischen Beteiligten an der Pflege, Politik und der Gesellschaft zu gestalten. Zudem helfen sie Akteuren aus der Pflege, sich mit anderen Menschen bzw. Organisationen zu vernetzen.

Ablauf

Heute fand ein solcher Pflegedialog in Plagwitz statt. Wie gewöhnlich war die sächsische Sozialministerin Barbara Klepsch da und eröffnete die Veranstaltung. Dann hielt Angelika Hofmann, die Leiterin vom Verein „Selbstbestimmtes Leben – Leipzig und Umgebung“ einen Vortrag zum Thema Demenz. An diesem Beispiel wurde die Wichtigkeit vom Begleiten, Beraten und Unterstützen von Angehörigen gezeigt. Danach gab es auch Raum dafür, dass die Teilnehmenden sich in Diskussionsgruppen zusammenschließen konnten. Diese beschäftigten sich mit einigen Kernthemen der Pflege. Hier ging es vor allem um soziales Miteinander und Vernetzung, das Themenfeld Wohnen, professionalisiertes Personal und die gesundheitliche und öffentliche Infrastruktur. Es ging also darum, Pflegeangebote sichtbar zu machen, Betroffene und Angehörige zu informieren, den Pflegeberuf dauerhaft attraktiv zu gestalten und die Kommunikation zwischen Akteuren zu stärken.

Pflege im Gespräch

Die Pflegedialoge sind entstanden, weil es wenig Gelegenheit gegeben haben sollte, sich mit anderen Mensch über das Thema Pflege auszutauschen. Brigitte Braun, eine pflegende Angehörige, hat sich auch dazu geäußert.

Ich selber mache als Betroffene immer wieder die Erfahrung, dass, wenn man mit anderen darüber sprechen will, viele das Thema komplett verdrängen.

Brigitte Braun, Teilnehmerin am Pflegedialog

Diese Pflegedialoge schaffen kurzfristig einen Raum, sich über Pflege zu informieren. Aber für den, der den Pflegedialog verpasst hat, oder noch mehr über Pflege erfahren möchte, gibt es mehrere Angebote.

Zum einen gibt es eine gute Pflegedatenbank. Dort sind Informationen enthalten, wo ich mich hinwenden kann. Oder ich wende mich auch direkt an den Pflegekoordinator innerhalb des Landkreises.

Barbara Klepsch, sächsische Gesundheitsministerin

Den Beitrag zum Nachhören findet ihr hier:

Redakteurin Nicole Franz im Gespräch mit Moderatorin Peggy Fischer über Pflegedialoge
Redakteurin Nicole Franz im Gespräch mit Moderatorin Peggy Fischer über Pflegedialoge
 

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Daniel Griffioen
28.01.2019 - 18:55