"Mehr Grün für Leipzig"

Ökolöwe fordert Grünflächenmanagement

Um die Stadt langfristig lebenswerter für seine Bürger zu machen, besteht der Ökolöwe auf den Erhalt der Grünflächen der Stadt. Somit soll auch der Stiftungspark in Dölitz vor der Bebauung geschützt werden.
Grünfläche
Mehr Grünflächen in Leipzig verschwinden.

Am Montag äußerte sich der Umweltverband Ökolöwe Leipzig zum Schutz der städtischen Parkanlagen. Diese sollen vor der Bebauung mit Infrastruktur sowie Verkehrs- und sozialer Infrastruktur bewahrt werden. Unter dem Appell „Mehr Grün für Leipzig“ sammelten die Ökolöwen über 10.500 Unterschriften in Leipzig und forderten damit Politik und Verwaltung auf, das Grün besser zu schützen.

Investition in Kita-Ausbau

Am 26. Oktober entschied die Stadt über einen Ausbau des Kita-Netzes. Um den Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken, sollen 45 Millionen Euro in den Kita-Ausbau investiert werden. Hierbei handelt es sich um 13 Kitas, die 1760 neue Betreuungsplätze Ende 2018/ Anfang 2019 schaffen sollen. Somit ist auch der Stiftungspark in der Eigenheimstraße in Dölitz betroffen, der durch den Umweltverband besonders in der Kritik steht. Ein Teil der 40 Bäume sind aufgrund des Alters höhlenreich und bieten einen Lebensraum für Fledermäuse und Vögel. Die Anwohner fühlen sich von der Stadt überrumpelt und fühlen sich in der Entscheidung nicht einbezogen. 

Kritik der Ökolöwen nur teilweise nachvollziehbar

Für Nico Singer vom Leipziger Ökolöwen ist der Schutz der Grünflächen und Parks besonders notwendig.

Viele denken und meinen, Leipzig ist eine grüne Stadt, mehr Brachflächen und das letzte Grün verschwinden.

Nico Singer, Geschäftsführer Leipziger Ökolöwen

Die Kritik des Umweltverbandes richtet sich besonders an Sozialbürgermeister Thomas Fabian. Die Fraktionen des Stadtrats können die Kritik des Ökolöwen nur teilweise nachvollziehen. Die Priorität für SPD und die Linken liegen zunächst bei der Schaffung von ausreichend Kitaplätzen. Durch das starke Wachstum der Stadt steht die Politik unter Druck. Laut Dr. Nicolas Tsapos, Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Bildung, wird die Standortsuche immer schwieriger.

Wir haben alle in der Stadt Leipzig verfügbaren Flächen auf die Eignung von Kita geprüft.

 Dr. Nicolas Tsapos, Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Bildung

Die Vorlage zum Kita-Bau, die morgen im Stadtrat beschlossen werden sollte, wurde nun kurzfristig von der Tagesordnung gestrichen und wird weiter in den Ausschüssen diskutiert.

Den Beitrag zum Nachhören gibt es hier:

Ein Beitrag von Redakteur Thomas Tasler
 

 

 

Kommentare

Möglicherweise hat Herr Dr. Tsapos vergessen zu erwähnen, dass man alle UNBEBAUTEN Flächen der Stadt geprüft hat.
Denn die kann man am leichtesten und schnellsten bebauen.
Soweit der Plan.
Aber manchmal treten unerwartete Probleme auf: z.B. der Bürger, der meint, sich für seine Siedlung einsetzen zu müssen. Das ist dann natürlich fatal.

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