Airline-Insolvenz

Niki bleibt am Boden

Nach der Insolvenz der Air Berlin hat es nun auch das Tochterunternehmen Niki erwischt. Der österreichische Ferienflieger hat seinen Flugbetrieb bereits eingestellt. Auch Verbindungen von Leipzig/Halle sind davon betroffen.
Nach Air Berlin hat nun auch NIKI ihren Flugbetrieb eingestellt.

Zunächst war die Air Berlin Tochter nicht direkt von der Pleite der Muttergesellschaft betroffen und konnte als eigenständiges Unternehmen weiterfliegen. Allerdings war die Airline auf neue Investoren angewiesen, um den Flugbetrieb auch langfristig fortzusetzen. Großes Interesse an einer Übernahme der Österreicher hatte Lufthansa bekundet. Noch bevor die Kartellwächter der EU einen Kauf untersagen konnten, zog Deutschlands größte Fluglinie ihr Angebot wieder zurück, sodass es zur Insolvenz von Niki kam.

Am Flughafen gestrandet?

Vor allem für Fluggäste, die ihre Tickets direkt bei Niki gebucht haben, sorgt die Pleite für Probleme. Denn die Flugtickets sind quasi wertlos und man muss sich selbst um einen Ersatzflug kümmern und diesen auch bezahlen. Das Geld für den bereits bezahlten Niki-Flug bekommt man auch nicht direkt zurück. Stattdessen muss beim Insolvenzverwalter die Forderung zunächst angemeldet werden. Erst am Ende des Insolvenzverfahrens, das sich auch über Jahre hinziehen kann, bekommen betroffene Kunden Geld zurück. Erfahrungsgemäß bleiben Verbraucher aber auf einem Großteil der Kosten sitzen. Haben Niki-Fluggäste jedoch eine Pauschalreise gebucht, dann muss sich der Reiseveranstalter um eine Ersatzbeförderung kümmern. Auch Passagiere, die mit Niki von Leipzig/Halle fliegen sollten, sind betroffen. Zuletzt flogen die Österreicher von dort nach Mallorca und zu Zielen in Ägypten. Da aber auch weitere Fluggesellschaften diese Ziele anfliegen, dürfte eine Umbuchung relativ problemlos möglich sein.

mephisto 97.6 Luftfahrtexperte Thomas Tasler mit den Einzelheiten:

Ein Beitrag von mephisto 97.6 Redakteur Thomas Tasler.
1412 Niki
 

Kommentieren