Max-Planck-Institut Leipzig

Neue DNA-Isolierungsmethode gefunden

Der Schlüssel zur Zukunft liegt in der Vergangenheit. Das wissen auch die Forscher vom Leipziger Max-Planck-Institut. Umso besser, dass sie jetzt eine neue Möglichkeit gefunden haben, mehr über unsere Wurzeln zu erfahren.
Außenansicht des Institus
Im Max-Planck-Institut wurde die neue Methode entwickelt

Um DNA zu erforschen, benötigten Wissenschaftler bis jetzt Fossilien oder lebendes Gewebe. Wenn es dann auch noch nach Präparaten verlangt, welche aufgrund Ihres Alters äußerst selten sind, können Ergebnisse in der Forschung lange auf sich warten lassen. Doch das kann sich nun ändern.

Sedimente als Fossilersatz

Die Forscher des Max-Planck-Instituts aus Leipzig sammelten Sedimente aus Höhlen in Europa und Asien, in denen einst Neandertaler gelebt haben sollen. So konnten Forscher bei Untersuchungen in den Höhlen die DNA der Neandertaler isolieren. Möglich wurde dies durch eine neue Herangehensweise, bei der sich die Forscher auf die DNA in Mitochondrien-Molekülen und nicht wie bisher auf die DNA von Chromosomen konzentrierten.

Kleiner Fund mit großer Relevanz

Durch diese neue Methode können deutlich mehr DNA-Proben isoliert werden als bei bisherigen Verfahren. Damit wäre es beispielsweise leichter herauszufinden, wann und wo die Neandertaler gelebt haben. Diese Informationen können aus unterschiedlichsten Sedimentschichten gewonnen werden, weshalb laut Dr. Matthias Meyer vom Max-Planck-Institut Leipzig ein „Querschnitt durch die Zeit“ erstellt werden kann.

Welche Entdeckungen noch möglich gemacht wurden, können Sie im Beitrag von mephisto 97.6 Redakteur Philipp Kurowski nachhören:

Ein Beitrag von Philipp Kurowski.
2804 BmE Planck
 

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Philip Fiedler
28.04.2017 - 19:56
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