Cinemascope

Neuanfang mit Hindernissen

Erleichterung trifft Ernüchterung – der rumänische Dokumentarfilm erzählt von einem Mann, der nach 21 Jahren Haft das Gefängnis verlassen darf. Doch der Film macht deutlich, dass das Leben in Freiheit auch einen bitteren Beigeschmack trägt.
"Himmelverbot" dreht sich um einen rumänischen Häftling. Der Film wurde deshalb schon in Gefängnissen in Leipzig vorgeführt.

Himmelverbot erzählt die Geschichte des Gabriel Hrieb. Der rumänische Mann, der wegen eines Rachemordes in einem Hochsicherheitsgefängnis sitzt, darf nach 21 Jahren frühzeitig die Gefängnismauern verlassen. Der Regisseur Andrei Schwartz begleitet ihn dabei. Der Film dreht sich immer wieder um Gabriels Tat und entwickelt Fragen und Zweifel. Zudem wirft er auch einen Blick auf die Schattenseiten der neugewonnenen Freiheit. Schnell merkt Gabriel, dass sich einiges in seinem Leben geändert hat. Er merkt auch, dass es schwer ist einen Job zu finden, der seinen Lebenslauf akzeptiert. Der Hauptprotagonist und der Regisseur entwickeln mit der Zeit eine enge Freundschaft.

Yannick Jürgens hat sich den Film angesehen und erzählt im Gespräch über seine Eindrücke: 

Yannick Jürgens im Gespräch mit Moderatorin Karoline Knappe
 

Und das Besondere?

Das Besondere an diesem Film ist, dass er durch Handkameraeinstellungen extrem lebensnah und authentisch wirkt. Der Dokumentarfilm lässt zu, dass der Zuschauer sich direkt mit dem Filmgeschehen identifizieren kann. Auch das visuelle Bild verändert sich im Laufe des Films. Es erscheint anfangs grau und trist und entwickelt sich im Filmverlauf zu einem Farbigen. Eine weitere Auffälligkeit ist, dass der Film kaum durch Musik begleitet wird. Alles absichtliche Elemente? Wer weiß!

 

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Der Film, der 2014 bei dem DOK-Festival in Leipzig uraufgeführt wurde, ist ab heute in den deutschen Kinos zu sehen.